NORR AUSZEIT Meereswanderer

DIASHOW STARTEN

Wanderer
des Meeres

 

3 Freunde.
3 Bretter.
3 Wochen.

 

Die Fotografen von Planet Visible entdecken
die arktische Inselwelt nördlich von Tromsø
auf dem SUP-Board.

 

Ein Abenteuer in faszinierender Natur,
bei dem sie das Einfache schätzen lernen
und mit großen Momenten belohnt werden.

Reportage lesen:

»Wanderer des Meeres«

Visuelle Stories:

Stockholm: Mein perfekter Tag in der Hauptstadt

Stockholm: Mein perfekter Tag in der Hauptstadt

Text: Karen Hensel, Foto: Ola Ericson

NORR-Redakteurin Karen Hensel präsentiert: Stammkneipen, grüne Oasen, verborgene Perlen und verdiente Klassiker. Sie hat sich vor der eigenen Haustür in Stockholm umgesehen.

Ein Fest in unserer NORR-Redaktion auf Södermalm geht erfahrungsgemäß gerne lange. Mein Kollege Philipp, unser Chefredakteur Gabriel und ich beenden den Abend dann nicht selten mit einem letzten Bier in Philipps Lieblingskneipe »Elefantpojken«, die nur zwei Minuten von unserem Büro entfernt liegt. Eigentlich wohne ich in einer WG im Norden von Stockholm, aber an solchen Abenden ist die letzte S-Bahn nach Hause meist schon vor mir abgefahren. Dann muss ich mich nach einem anderen Quartier umsehen.

Die schwimmende Jugendherberge »Af Chapman«, ein Dreimaster aus dem 19. Jahrhundert, der vor der Insel Skeppsholmen vertäut ist, ist die ideale Übernachtungsmöglichkeit. Auf Gabriels altem Fahrrad, das er mir netterweise borgt, radle ich durch die sternenklare Nacht die Götgatan hinunter und weiter auf der »Skeppsbron«, der Schiffsbrücke, Richtung Gamla Stan. Ich muss noch einmal ambitioniert in die Pedalen des nicht mehr ganz fitten Drahtesels treten, passiere das königliche Schloss, die Stockholmer Oper und das Nationalmuseum, bevor ich mich kurz darauf endlich auf der Zielgeraden, der »Skeppholmsbron«, befinde. An Deck des weit gereisten Segelschiffes genieße ich dann den Blick auf das Stockholmer Lichtermeer und falle erschöpft in meine Koje.

Kanäle, Kuchen und Kunst

Nach einem reichhaltigen Frühstücksbuffet am nächsten Morgen mache ich mich auf den Weg nach Kungsholmen, wo ich mich mit meinen Freunden Lars, Sabine und Harald treffe. Als leidenschaftliche Surfer schnappen wir uns hier am Wochenende gerne ein SUP-Board mit Paddel und toben im Wasser. Der Surfshop »Surfbussen« am Kungsholms Strand verleiht das passende Equipment. In etwa anderthalb Stunden kann man auf dem Kanal unter fünf Brücken hindurch zum Stockholmer Zentrum und zurück paddeln. Noch bevor man die letzte Brücke passiert, sieht man auf der linken Seite die eindrucksvolle Fassade des »Waterfront Hotels« aufblitzen, das vom Stockholmer Architekturbüro »White« entworfen worden ist.

Zur rechten thront das Stockholmer »Stadshuset«, das Rathaus. Nachdem wir uns aus den Neoprenanzügen geschält haben, brechen wir Richtung Södermalm auf. Von der »Västerbron«, die über die kleine Insel Långholmen nach Södermalm führt, genießen wir den Blick nach Gamla Stan mit den drei Kirchtürmen der »Riddarholmkyrkan«, der »Storkyrkan« und der »Tyska Kyrkan «. Unser Weg führt uns weiter nach Hornstull, wo ab Mai jeden Sonntag der »Hornstulls marknad« mit großem Flohmarkt, vielen ökologischen Essensständen und Kunst stattfindet. Die Stimmung hier ist sehr entspannt und wir stöbern in den Antiquitäten herum und essen Heringssandwich. Im Anschluss gehen wir noch auf einen Kaffee und einen Möhrenkuchen in das Café »Vurma«. Auch ein kleiner Abstecher zur »Färgfabriken« in Liljeholmen mit wechselnden Ausstellungen und spannenden Veranstaltungen zu Architektur und Stadtentwicklung darf nicht fehlen.

Stockholms beste Aussicht

Wir schlendern weiter entlang des Söder Mälarstrand mit seinen Hausbooten und alten Dampfern. An der »Münchenbryggeriet« führt ein kleiner Pfad hinauf auf die Spitze des Skinnarviksberget. Von hier hat man einen tollen Blick auf den Riddarfjärden und befindet sich zugleich mitten im einstigen industriell geprägten Arbeiterviertel von Stockholm. Die meisten Häuser in der Gamla Lundsgatan und der Bastugatan stammen aus dem 17. Jahrhundert und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Läuft man weiter, gelangt man zum Monteliusvägen, dem vielleicht schönsten Aussichtspunkt der Stadt – pünktlich versinkt hier die Sonne über der »Västerbron« im Mälaren-See. Der Tag neigt sich dem Ende zu, aber wir wollen noch nicht nach Hause. Unserer Stammkneipe »Carmen« in der Östgötagatan, Ecke Tjärhovsgatan muss noch ein Kurzbesuch abgestattet werden. Die Stimmung in dieser gemütlichen Bar ist angenehm unaufgeregt und bei einem »Karhu«-Bier können wir die kleinen und großen Abenteuer des Wochenendes noch einmal Revue passieren lassen. Ein Blick auf die Uhr lässt mich erahnen, dass ich heute tatsächlich noch die letzte S-Bahn erwischen könnte.

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