NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

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Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Atemberaubende Tierfotografie: Überleben in der Arktis

Atemberaubende Tierfotografie: Überleben in der Arktis

Text und Foto: Felix Heintzenberg, Ole Jørgen Liodden

Felix Heintzenberg und Ole Jørgen Liodden zählen zu den renommiertesten Naturfotografen Skandinaviens. In ihrem Buch Arktis dokumentieren sie auf beeindruckende Weise, wie Tiere in Schnee und Eis überleben.

Ganz oben auf unserem Erdball liegt die Arktis, eine der letzten unberührten Wildnisregionen. Jedes Jahr zwischen Mai und August finden Zugvögel, Lemminge, Polarfüchse und andere Tiere hier einen üppigen Lebensraum mit reichhaltiger Nahrung. Aber schon im September kündigen sich die harten Bedingungen des kalten und dunklen Winters an, mit eisigen Schneestürmen und Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Der Wintereinbruch geschieht ohne Vorwarnung. Über Nacht kann sich die sommerliche Tundra in eine weiße Eislandschaft verwandeln. Die Durchschnittstemperatur von November bis März liegt bei minus 20 Grad, nachts oft bei minus 30 oder tiefer. Doch eine Gruppe spezialisierter, besonders anpassungsfähiger Tier- und Pflanzenarten nimmt die Herausforderung an und fühlt sich weiterhin in der Arktis zu Hause. Die verschiedenen Lösungen der Organismen, der Kälte zu trotzen, sind voller Finessen und von verblüffendem Erfindungsreichtum.

Frostschutz im Blut

Die meisten kleineren Tiere in der Arktis können ihre Körpertemperatur nicht selbst regeln. Biologen sprechen hier von ektothermen Organismen. Die Energie, die den Körper erwärmt, kommt vor allem aus der Umgebung. Um in extrem kaltem Milieu zu überleben, brauchen diese Tiere besondere biochemische und physiologische Eigenschaften, die sie kältetolerant machen. Die Körpertemperatur von Fischen entspricht meist der des Wassers, in dem sie  schwimmen. Das arktische Meer gefriert dank seines Salzgehalts erst bei minus 1,9 Grad, aber schon bei minus 0,5 bis 0,9 Grad kristallisiert das Blut von Fischen zu Eis. Überleben können sie nur deshalb, weil sie im Winter spezielle Anti-Frost-Proteine oder Glykoproteine ausbilden, die verhindern, dass die Eiskristalle zu groß werden und Zellschäden verursachen. Viele Insekten sterben nach dem kurzen arktischen Sommer, aber ihre Larven haben oft erstaunliche Strategien zum Überleben bei Minustemperaturen: Ihre Körperflüssigkeit enthält Glycerol und Äthylenglykol, biologische Frostschutzmittel, die sie selbst produzieren. Der  kleine Schmetterling Gynaephora groenlandica, in Nordkanada und auf Grönland beheimatet, kann auf diese Weise 70 Minusgrade überstehen. Er verbringt den größten Teil des Jahres in einem heruntergekühlten Ruhezustand und braucht deshalb vom Larvenstadium an volle sieben Jahre, um erwachsen zu werden.

Mehr zur Überlebens-Strategien der Kälte Künstler erfahrt ihr in unserer  NORR-Winterausgabe.

 

Die Arktis-Fotografen

 

Felix Heintzenberg ist professioneller Naturfotograf, Biologe, Autor und im Hauptberuf Lehrer. Seit über 20 Jahren besucht er regelmäßig die Arktis. Seine Fotografien wurden international mehrfach ausgezeichnet, zwei seiner Bücher wurden vom WWF Schweden als Årets Pandabok prämiert.

heintzenberg.com

Ole Jørgen Liodden ist professioneller Naturfotograf und hat einen Master in Natur-/Umweltökonomie, Politik und Biologie. Er war mehr als 40 mal auf Spitzbergen, lebte in Alaska und der Finnmark und wurde mehrfach für seine Fotografien ausgezeichnet, u.a. als Arctic Photographer of the Year.

oleliodden.com

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