NORR AUSZEIT Hoch hinaus auf den Halti – ein Reisetagebuch

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Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

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Mission Moschus: Expedition ins Dovrefjell

Text und Foto: Günter Valda

Im August 2016 schickte Bergans zehn Fotografen auf die Expedition „AdventurEco“ ins norwegische Dovrefjell. Ihr Ziel: Die letzten Moschusochsen Europas vor die Linse zu bekommen. NORR Reisefotograf Günter Valda und seine FUJIFILM X-T10 Systemkamera waren mit dabei.

 

Hintergrund: Die Bergans Expedition „AdventurEco“ stand im Zeichen der Natur, der Umwelt und der Nachhaltigkeit. Begleitet wurde sie von den beiden dänischen Naturfotografen Helle Olsen und Uri Golman, die im Rahmen des Bergans-CSR-Projektes „Wild“ gefährdete Tierarten und fragile Lebensräume dokumentieren. Durch die Tour ins Dovrefjell soll der Naturschutzgedanke ins Bewusstsein des Publikums gerückt und damit gefördert werden. 

 

Geister im Dovrefjell

Dick eingepackt in wetterfester Kleidung sitzen wir im Windschatten einer verfallenen Hütte. Die mitgebrachten Frühstücksbrote wollen nicht so recht schmecken, umso mehr der heiße Kaffee aus der Thermoskanne – wenn man denn eine hätte. Ich wollte Gewicht sparen und habe nur kaltes Wasser mitgenommen. Lightweight sagt man im Fachjargon auch dazu. Mich wundert, dass das Wasser bei den winterlichen Temperaturen überhaupt noch flüssig ist. Meine Kehle verkrampft sich beim Trinken – es ist, als würde man versuchen Eiswürfeln zu schlucken. Das Gurken-Sardellen-Brötchen ließe sich auch lutschen. Gurken-Eis. Ich frage mich im Stillen, ob damit ein Geschäft zu machen wäre.

Gestern war ich noch bei 30 Grad Celsius schwimmen, heute sitze ich bei drei Grad plus im norwegischen Fjell. Der Regen, der auf meine Kapuze trommelt wird allmählich zu Schnee. Mit einer kleinen Gruppe bin ich auf der Suche nach den letzten Moschus in Europa. Einige wenige soll es hier im Dovrefjell-Sunndalsfjella-Nationalpark in Norwegen noch geben, ungefähr 250-300 Tiere sollen es schätzungsweise sein. Seit Stunden kämpfen wir uns schon durch Nebelschwaden, die wie Geister an uns vorbei ziehen, die Flanke des Snøhetta hinauf.

Null Sicht auf dem Snøhetta

»Entweder rennt man bei so einem Wetter direkt in einen Moschusochsen hinein, oder man findet ihn nie«, merkt unser Guide Arne trocken an. Er ist an die sechzig, doch seine Augen wirken jung und neugierig. Oft bleibt er kurz stehen, fährt sich geistesabwesend mit der Hand übers Stoppelkinn und betrachtet den Himmel – so als könnte er dort erfahren, wo sich die Tiere gerade herum treiben. Kurzerhand beschließt er die Suche auf morgen zu verschieben und auf dem Heimweg noch einen Gipfel mitzunehmen.

Irgendwann stehen wir dann auf dem Snøhetta, 2286 Meter über dem Meer. Die Sicht ist gleich null. Offensichtlich will die Natur heute ihre Ruhe haben. Meine müden, wackeligen Beine versuchen beim Abstieg über das Geröll zu balancieren. Langsam erreichen wir die Schneegrenze. Im Gänsemarsch trotten wir in Schlangenlinien weiter bergab. Vor uns öffnet sich ein weites Tal, durch das ein Gebirgsfluss rauscht. Die mit Flechten überwucherten Steinfelder weichen dichtem Moos, das unsere schweren Schritte vollständig verschluckt. Arne bleibt immer wieder stehen und befragt sein Stoppelkinn, betrachtet den Himmel und die Bergrücken. Auf einmal wird er ganz ruhig. Schwarze Silhouetten zeichnen sich in der Ferne an ein einem Bergrücken ab: Eine Herde Moschusochsen!

Begegnung mit der Herde

Arne, der im normalen Leben Lehrer ist, instruiert uns, hinter ihm zu bleiben. Wir pirschen uns gegen den Wind an die Herde heran. Keiner spricht, das Herz schlägt uns bis zum Hals. Wir sind atemlos, schleichen geduckt vorwärts und benehmen uns wie aufgeregte kleine Kinder. Näher als fünfzig Meter sollte man nicht an die Tiere herangehen.

Nachdem wir den besonderen Moschus-Moment mit der Kamera festgehalten haben, spült uns ein Regenschauer wie bunte Kiesel von der Oberfläche in unser Basecamp mit dem treffenden Namen »Schneeheim« zurück. Wohlig warm empfängt uns die Hütte. Es duftet nach Kaffee und Zimt.

Die Dusche nach dem nasskalten Abenteuer

Ein Häuflein nasser Wäsche liegt vor mir als wäre jemand implodiert. Die letzten Überbleibsel des Abenteuers. Der heiße Regen aus dem Duschkopf bringt meine Muskeln wieder in die richtige Position und Spannung, als würde er meinen Bauplan kennen. Nur der Wasserdampf erinnert mich noch an die feuchten Nebelschwaden vor der Tür.

 

Große Diashow zur „Mission Moschus“

 

Wenn du – wie Günter – den Norden liebst und gut mit der Kamera umgehen kannst, kannst du dich ebenfalls als NORR Reisefotograf bewerben. Vielleicht bist du selbst demnächst bei einer unserer Foto-Expeditionen mit dabei. Mehr Infos unter

norrmagazin.de/reisefotografen

Partner:

bergans-logo@2x

Bergans of Norway ist in der Natur des Nordens zuhause und bietet Outdoor-Fotografen die perfekte Ausrüstung für Ausflüge nach Skandinavien.

 

fujifilm_logo

FUJIFILM beweist mit seinen X-Systemkameras, dass starke Outdoor-Fotografie keine schwere DSLR-Ausrüstung mehr braucht.

 

Reisefotograf

günter valda

Günter Valda ist seit 2010 als freier Fotograf tätig, lebt und arbeitet in Wien. Im Zentrum seiner Arbeiten stehen zwischenmenschliche Themen und deren Bezug zur Umwelt.

valda.at

Fotoserie „Lost in Adventure“

 

Ausrüstung:

5090_SpringGreen-SpringL-LtWint

Eidfjord Jacket: Leichte, technische Jacke aus Dermizax® mit auf pflanzlicher Basis hergestelltem Ecodear®-Polyester.

4714_SolidCharcoal-KoiOrange

Helium Rucksack: Leichter und komfortabler Tourenrucksack mit Bergans QuickAdjust™ PRO Funktion.

250x216xX-T10_leftside-silver16-50mm-463x400.jpg.pagespeed.ic.W4HIQSKJw-

X-Systemkamera Fujifilm X-T10  inkl. Fujinon XC16-50 Objektiv für hochwertige Outdoor-Bilder und leichteres Gepäck.

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