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Einsamkeit erleben:

Stetind Ökoberg

Der Öko-Gipfel: Klettertour in Norwegen

Text: Gabriel Arthur. Foto: Henrik Witt.

Der Stetind, Norwegens Nationalberg, ist nicht nur für seine Kletterstrecken bekannt. Er gilt auch als Symbol der norwegischen Umweltbewegung. NORR-Chefredakteur Gabriel Arthur wollte ihn auf den Spuren des Ökophilosophen Arne Næss besteigen.

Was zum Teufel ruft Magnus da? Ein zugeschneiter Felsen verbirgt ihn und der starke Wind verschluckt seine Worte. Das Seil gleitet immer weiter von mir weg, es sind nur noch ein paar Meter übrig. Zwei leuchtfarbige Stränge verbinden mich mit dem dunklen Granit des Stetind. Ich habe festen Halt für die Steigeisen gefunden, stelle die Schulter schräg zum Berg und ducke mich gegen den Sturm. Gleich unter mir beginnt der Steilhang, und er endet fünfhundert Meter weiter unten. Oder sind es siebenhundert?

Schon vorgestern, als wir das Auto geparkt hatten, auf Skiern durch lichten Birkenwald auf einen Bergkamm hinaufgewandert waren und die karge Silhouette des Stetind aus einiger Entfernung betrachteten, dachte ich: »Worauf habe ich mich da eingelassen?« Der Berg mit den dunklen, vereisten Steilhängen, den scharfen Kanten und dem unzugänglich aussehenden Gipfel schien aus einem alten, bösen Schauermärchen zu stammen. Doch gleichzeitig war er schwindelerregend schön.

Magnus zeigte auf den etwa hundert Meter langen Kamm, der zum jäh ansteigenden Gipfel führt. »Es gibt eine ganz bestimmte Stelle, an der wir die Bergwand hinunterklettern müssen. Dann folgen wir einer seitlich abzweigenden, schmalen Felsspalte«, erklärt Magnus, als wäre es das Normalste der Welt, »dort hängt man die Spitzen der Eispickel in die Spalte und balanciert mit den Steigeisen auf dem Felsen.«

Diese Traverse sei die einzige echte Schwierigkeit, der Rest nur noch eine steil ansteigende Wanderung von etwa zwei Stunden zur Spitze auf 1 392 Metern Höhe. So ganz sicher war er sich allerdings nicht, was die Route betraf. »Im Sommer habe ich schon massenhaft Leute auf den Gipfel geführt. Aber dies ist meine erste Wintertour auf den Stetind«.

Ob Gabriel den Gipfel erreicht, ob er heil wieder unten ankommt und was er während dieses Abenteuers über Ökophilosophie lernt, erfährst du in der NORR-Herbstausgabe 2017.

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Stetind

Der 1 392 Meter hohe Stetind liegt in der Kommune Tysfjord, rund 90 Kilometer südlich von Narvik. 2002 wurde er zu Norwegens Nationalberg gewählt. Seine steilen Felswände locken seit über hundert Jahren Kletterer an. Die erste Gipfelbesteigung fand 1910 statt. Der Kletterer, der in Norwegen am meisten mit dem Stetind in Verbindung gebracht wird ist der Naturphilosoph Arne Næss. Dieser nahm an der ersten Winterbesteigung im Jahr 1963 teil.

visitstetind.com
visitnarvik.com

Klettern

An den kahlen und steilen Felswänden gibt es heute zahlreiche lange und recht schwere Kletterrouten. Man braucht kein erfahrener Kletterer zu sein, um in der Sommerzeit zum Gipfel zu gelangen. Empfehlenswert sind allerdings eine gute körperliche Verfassung, die Abwesenheit von Höhenangst und ein erfahrener Guide.

narvikguides.no
oppogned.com
alpineguides.no

Anreise

Die nächste größere Stadt ist Narvik, gut erreichbar mit dem Flugzeug und per (Nacht-)Zug von Stockholm aus. Von Narvik fährt man die E6 Richtung Süden und dann weiter auf der Reichsstraße 827. Am Fuße des Berges liegt ein großer Parkplatz.

sj.se
nextjet.se
flysas.de

Unterkunft

Campen auf dem Parkplatz ist erlaubt. In der Kommune Tysfjord gibt es zahlreiche Hütten und Hotels, zum Beispiel das Tysfjord Turistcenter. Ein NORR-Favorit ist die Trollviken Lodge rund 40 Minuten nördlich von Narvik in einem wunderschönen alten Fischerhof direkt am Fjord.

tysfjord-turistsenter.no
trollvikenlodge.no

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