NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Brennende Berge: Ruska im schwedischen Fjäll

Brennende Berge: Ruska im schwedischen Fjäll

Text: Annika Berggren Fotos: Håkan Hjorth

In Finnland pilgert man genau dann ins Fjäll, wenn die Bäume und Büsche sich in den Feuerfarben des Herbstes kleiden. In Schweden dagegen lässt man diese Saison ausfallen. Wir wollen eine Lanze brechen für das Fjäll im Herbst: Nie ist es dort schöner.

Die Luft ist frisch und klar, der Himmel hoch und blau. Und dazu noch ein Feuerwerk an Farben auf dem Waldboden, in den Bäumen. Hört sich alles ziemlich klischeehaft an – aber genau so sieht das Fjäll jetzt, Mitte September, im Nationalpark Stora Sjöfallet aus. Trotz der Farbenpracht sind wir fast allein, jedenfalls fühlt es sich so an. Auf den knapp hundert Kilometern Anfahrt in die Berge haben wir kein Auto überholt und sind auch keinem begegnet. Ganz anders als in jenem Herbst als wir in Finnland waren, um das gleiche Phänomen zu erleben: die Ruska, den »Indian Summer« des Nordens. Es ist schon komisch, dass die jeweiligen Vorlieben je nach Nationalität so total verschieden sein können, obwohl Finnen und Schweden doch Nachbarn sind.

Wir Schweden wollen entweder Fjäll oder Meer, der Wald macht uns offenbar ein wenig Angst. Håkan und ich scheinen da eine Ausnahme zu sein. Auch die Urwälder im Fjäll locken zu dieser Jahreszeit kaum jemanden an, nicht einmal zur Zeit der Herbstfarben. Was für ein Unterschied zu den Finnen! Während einiger intensiver Herbstwochen pilgern unglaubliche Besuchermengen von Südfinnland nach Finnisch Lappland. Auch junge Leute kommen, um die Herbstfarben zu erleben. Es ist, als ob ganz Finnland nur auf den Herbst gewartet hätte. Die Züge nach Norden sind schnell ausgebucht, wenn in den Nachrichten gemeldet wird, dass die Farben da sind. Zur selben Zeit bereiten sich hier in Schweden die meisten Hütten und Ferienanlagen im Fjäll auf den Saisonabschluss vor. Wir wandern zwischen den knorrigen, verdrehten Kiefern des Altwaldes hindurch und lassen die Baumgrenze hinter uns. Einige Laubbäume und Büsche sind schon kahl, die Sicht ist besser als noch vor ein paar Wochen. Normalerweise sind es die Moore, die zuerst die Farbe wechseln, und jetzt sind manche feuerrot, andere schon braungolden.

Wenn die Stille anders klingt

Unten an der Küste, wo wir wohnen, war der Herbst stürmisch und wir befürchteten schon, dass der Wind …

STORA SJÖFALLET

Der Nationalpark Stora Sjöfallet (sam. Stour Muorkke) in Schwedisch Lappland gehört zum Welterbe Laponia. Durch den 1 278 km2 großen Park ziehen sich die Gebirgsseen des Flusses Stora Luleälven. Seinen Namen (dt. Der große Seefall) verdankt er dem einst mächtigen Wasserfall, von dem nach dem Bau des Akkajaure-Stausees heute nur noch ein Rest übrig ist. Die Landschaft reicht von Hochgebirge über Nadelwälder bis hin zu Gletscher-Gipfeln wie dem eindrucksvollen Áhkká.

laponia.nu

ANREISE

Mit dem Nachtzug von Stockholm nach Gällivare, von dort weiter mit dem Bus nach Stora Sjöfallet. Der nächste größere Flughafen in Kiruna wird von SAS und Norwegian angeflogen.

sj.se

flysas.de

norwegian.de

WANDERN UND ÜBERNACHTEN

Der bekannte schwedische Wanderweg Kungsleden sowie zahlreiche Nebenstrecken führen direkt durch den Nationalpark. Wer nicht zelten will, kann in den STF-Fj.llhütten (z.B. Vakkotavare, Akka, Ritsem), der STF-Fjällstation Saltoloukta oder im Stora Sjöfallet Mountain Center übernachten.

swedishtouristassociation.com

storasjofallet.com

URBEVÖLKERUNG

Schon seit vorgeschichtlicher Zeit wird Laponia von Samen besiedelt. Heute betreiben noch sieben »Samebyar« (dt. Samen-Gemeinschaften) Rentierzucht auf dem Gebiet. Die Samen unterscheiden zwischen acht Jahreszeiten: Herbstsommer (Tjaktjagiesse), Herbst (Tjaktja), Herbstwinter (Tjaktjadálvve), Winter (Dálvve), Frühlingswinter (Gidádálvve), Frühling (Gidá), Frühlingssommer (Gidágiesse) und Sommer (Giesse).

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