NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Etwa hundert Kühe gehören derzeit zum Hof. In Zukunft soll die Anzahl verdoppelt werden.

Die Tiere werden ausschließlich mit dem gefüttert, was der Hof hergibt, z.B. Heu.

Bei den Olssons dreht sich alles um die Arbeit auf dem Hof und die Familie.

Idyllisch und romantisch stellen sich viele das Leben auf einem Bauernhof vor. Dazu gehört aber vor allem auch harte Arbeit und wenig Freizeit.

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Grüne Welle: Schwedens Öko-Pioniere

Text: Gabriel Arthur, Foto: Felix Odell

In den letzten Jahrzehnten sind Schwedens Bauern immer ärmer und immer älter geworden. Doch nun hat eine neue Generation zur Landwirtschaft gefunden, die das traditionelle Wissen über Pflanzenanbau und Tierhaltung wiederentdeckt. Und sie sind keine Nostalgiker, sondern Pioniere.

Dass Erika Olsson einmal an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren und den Hof ihrer Eltern übernehmen sollte, hätten die meisten in ihrer Umgebung nicht für möglich Sie wollte weg vom Hof ihrer Familie, in die Stadt ziehen und Schauspielerin werden.gehalten, am allerwenigsten sie selbst. Als sie 1993 mit der Schule fertig war, hatte sie einen festen Plan: Sie wollte weg vom Hof ihrer Familie, in die Stadt ziehen und Schauspielerin werden. Die Gegend, aus der sie stammt – Sättersta nordöstlich von Nyköping –, würde sich ausgezeichnet für eine internationale Werbekampagne für das Landleben in Schweden eignen. Rot gestrichene Scheunen, Kieswege, wogende Kornfelder, Eichen und stille Waldseen prägen die Landschaft. Der beste Beweis dafür ist vielleicht die Tatsache, dass das ZDF hier die »Inga Lindström«-Filme dreht, die als romantische Verklärung des schwedischen Landlebens zur Zeit wohl unübertroffen sind.

Aber Erika Olsson sehnte sich fort. Wo andere das naturschöne Idyll erblickten, sah sie nur Tristesse und Landflucht. »Damals war hier alles so tot. Also zog ich nach Stockholm, besuchte die Theaterschule und ging mit meinem kleinen Ensemble in
einem alten braunen Volvo auf Tournee.« Für Vreta Gård sah die Zukunft düster aus. Es gibt den Hof schon seit dem Mittelalter. Aber mit seinen vierzig Hektar Ackerfläche war er in einer Zeit, die in der Größe die einzige Chance zur Rettung landwirtschaftlicher Betriebe sah, überhaupt nicht konkurrenzfähig.

Heute, zwanzig Jahre später, gehört dieser kleine sörmländische Bauernhof zu den Gewinnern. Die Wende für den Hof und für Erika Olsson kam mit der ökologischen Landwirtschaft – und mit einem gleichaltrigen Landwirt aus Västergötland. »Es war sehr schwierig, von der Schauspielerei zu leben. Um mir ein Einkommen zu verschaffen, begann ich eine Ausbildung zur Agrarwissenschaftlerin. Bald merkte ich, dass mir dieser Beruf wirklich gefiel, und ich machte Schluss mit dem Theater«, …

Mehr Info

Dänemark

Landsforeningen for Lanboturisme
bondegaardsferie.dk

Finnland

Countryholidays
countryholidays.fi
Lomarengas-Finnish
Country Holidays
lomarengas.fi

Island

IFH Tours LTD.
farmholidays.is

Norwegen

Norske Bygdeturisme
norsk-bygdeturisme.no

Schweden

Bo på lantgård
bopalantgard.org

Freiwilligenarbeit auf dem Ökohof 

Ein weiterer Schritt ins Landleben hinein ist die Arbeit als Freiwilliger auf einem ökologischen Bauernhof. Auch dahinter steht eine internationale Bewegung: »Working Weekends on Organic Farns (WWOOF)«. Sie wurde 1971 von Sue Coppard in England gegründet, die Stadtbewohnern einen Eindruck davon vermitteln wollte, was ökologische Landwirtschaft bedeutet, und zugleich Notleidende Ökobauern unterstützen. Das einfache Prinzip – der Freiwillige hilft auf dem Hof und erhält im Gegenzug Kost, Logis und Kenntnisse über ökologischen Landbau – wurde rasch ein Erfolg. Als die Bewegung internationalisiert wurde, durfte sie ihre Abkürzung behalten, aber die Bedeutung der Wörter änderte sich: Heute steht WWOOF für »World Wide Opportunities on Organic Farms«. Sie ist in etwa hundert Ländern vertreten und vermittelt jährlich etwa 50 000 Volontäre. In den letzten Jahren war die Anzahl der Bewerber in vielen Ländern sogar höher als die der verfügbaren Hofplätze. Um ein »Wwoofer« zu werden, wie manche es nennen, muss man zuerst der Organisation WWOOF beitreten. In Schweden kostet das 25 Euro im Jahr, und man bekommt dafür auch Informationen über geeignete Höfe in vielen anderen Ländern. Dann schickt man seine Bewerbung an die ausgewählten Höfe, die dann darüber entscheiden, wen sie nehmen. Abgesehen davon, dass man so einen guten Einblick in die Praxis der ökologischen Landwirtschaft bekommt, ist dies auch eine kostengünstige Form des Reisens.

WWOOF Schweden wwoof.se

WWOOF Europa wwoof.eu

International wwoof.org

wwoofinternational.org

Ferien auf dem Bauernhof

Du träumst vom Leben auf dem Land, weißt aber ziemlich genau, dass daraus nie etwas werden wird? Die Chance, wenigstens einmal echte Landluft zu schnuppern und vielleicht beim Melken der einen oder anderen Kuh zu helfen, bietet die internationale Bewegung, die auf Schwedisch »Bo på lantgård« heißt, zu Deutsch »Wohnen auf dem Bauernhof«. Man mietet ein Haus oder eine Hütte auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs und kann mit etwas Glück bei einfachen Hofarbeiten helfen. Viele Landwirte sehen in dieser Tourismusform ein großes Potenzial: Die Wohnungen auf ihren Höfen, die früher das Hofpersonal beherbergten, können sie jetzt an Feriengäste vermieten. Die Engländer nennen das »Rural Tourism«, die deutsche Variante heißt »Ferien auf dem Bauernhof«. Entsprechungen gibt es in den meisten europäischen Ländern, außerdem in den USA, Australien und Brasilien. In Schweden gehören etwa dreihundert Höfe zu der erwähnten Organisation. Die Gäste können zwischen Selbstverpflegung und Bed & Breakfast wählen. Mehrere der Höfe werden ökologisch betrieben; auch ein Aufenthalt in Onsberga kann gebucht werden.
onsbergagard.se

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