NORR AUSZEIT Waldträume

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Bushcraft
mit Baby

 

Die Wildnis ruft.

 

Mit ihrem kleinen Sohn Even
machen sich Anton und Helena
auf in die tiefen Wälder Kareliens.

 

Ein Familienabenteuer mit Tipi-Zelt,
Axt und Windeln… 

Einsamkeit erleben:

Helene Schmitz: The Forest

Nach dem verheerenden Waldbrand in der Provinz Västmanland 2014, reiste Helene Schmitz in das zerstörte Gebiet und hielt ihre Eindrücke mit der Kamera fest.

In ihrer beeindruckenden Reihe „The Forest“, beschreibt Helene Schmitz die Auswirkungen und den Zustand des Waldes nach dem Brand. Nach den endlosen Flammen kehrte eine trügerische Ruhe ein, nun scheint es fast friedlich. Der Mutterboden ist verschwunden und setzt das zuvor verhüllte Geröll frei – so wie es in vielen Teilen Schwedens natürlich ist. Vielleicht sah es hier nach der Eiszeit genauso aus. Die freigelegten Wurzeln der Bäume wurden zu einem Symbol der unbändigen und empfindlichen Landschaft und verdeutlichen gleichzeitig das Machtverhältnis zwischen Mensch und Natur. Am Rande eines Feldwegs verhilft ein wenig grünes Laub dem Wald sein ursprüngliches Grün zurückzugeben – so wie es vor der Katastrophe war als es noch nicht verblasste.

„Schweden ist eines der waldreichsten Länder der Welt. Bei einer Fläche von rund 410.000 Quadratkilometern macht der Waldanteil mit 230.000 Quadratkilometern mehr als die Hälfte aus. Eine Tatsache, die uns im Alltag einer urbanisierten und zivilisierten Welt oft nicht bewusst ist. Mit dem Wald, dem Reich der Trolle und Harpyien, verbinden wir die Märchenwelt oder einfache Freizeitaktivitäten wie Wandern und Blaubeerpflücken. Unser romantisches Bild vom Urwald verdanken wir auch John Bauers Darstellung von moosbedeckten, dunklen und tiefen Wäldern, welche im Grunde genommen wenig gemein haben mit dem eigentlichen Begriff vom Urwald.

Am 31. Juli 2014 brach in der Gemeinde von Sala, der Provinz Västmanland ein verheerender Waldbrand aus. In einem Artikel der Zeitung „Dagens Nyheter“ beschreibt Björn av Kleen die Region als einen Ort, der oft mit Bränden zu kämpfen habe. „Es war hier, wo die Köhler arbeiteten; sie überwachten die Kohlestapel und lieferten den Brennstoff für die anspruchsvolle Eisenindustrie in der Gießerei von Rämnas.“

Der Waldbrand wurde durch einen Funken in einem bereits gerodeten Waldstück ausgelöst. Aufgrund der extremen Trockenheit fragten die Mitarbeiter in weiser Voraussicht nach dem Sinn der Arbeit bei diesen Wetterbedingungen und der damit einhergehenden Gefahr.

Obwohl die Mitarbeiter ihre Bedenken äußerten, wurden sie ignoriert und die Anweisung zur Fortsetzung der Arbeit durchgerungen. Dies sollte sich als folgenschwere Entscheidung erweisen, die den schlimmsten Waldbrand in Schweden seit den 1950er Jahren auslöste. Das wütende Feuer forderte ein Menschenleben, mehrere Schwerverletzte und über 1000 Evakuierungen. Der Kampf gegen die Waldbrände dauerte elf Tage an und verursachte tägliche Schäden von rund 500.000 Euro – die Gesamtschäden lagen natürlich deutlich darüber.“

Die Fotografin

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Helene Schmitz ist eine schwedische Fotografin aus Stockholm, die in ihren Arbeiten das fragile und gleichzeitig zerstörerische Verhältnis zwischen Mensch und Natur veranschaulicht. Eine ihrer Hauptanliegen ist es dabei, unsere Vorurteile und unser Denken über die Natur in Frage zu stellen. Ihre Werke lassen oftmals einen Kontrollverlust erkennen, wodurch der Betrachter zum Nachdenken angeregt werden soll. Dabei soll die Beziehung des Menschen zu materiellen und immateriellen Dingen wie Geld und Zeit reflektiert werden.

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