NORR AUSZEIT Hoch hinaus auf den Halti – ein Reisetagebuch

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Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Der Fjällsee Ladtjotaure liegt am Weg zum Kebnekaise, dem höchsten Gipfel Schwedens. Andere schöne Berge, wie Tuolpagorni und Skarttoaive, sind in Sichtweite.

Die Fläche ist hart wie Mamor, man sieht kaum eine Luftblase in der etwa zehn Zentimeter dicken Eisschicht.

Heimwärts im Schein der Stirnlampe.

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Auf dünnem Eis: Mit Schlitt-schuhen am Kebnekaise

Text: Gabriel Arthur. Foto: Håkan Hjort.

Manchmal wird das Fantastische möglich. NORR-Chefredakteur Gabriel Arthur konnte sich einen Traum erfüllen: eine Tour auf Langlaufschlittschuhen im Schatten des höchsten schwedischen Berges Kebnekaise.

Ein blanker Parkettboden aus Bergsee-Eis breitet sich vor den Schlittschuhen aus. Zur Rechten und zur Linken fallen hohe, grauschwarze, eisbedeckte Flanken jäh zum Ufer des Ladtjotaure ab. Jenseits des Sees erstrecken sich Moorflächen, die in Berge übergehen. Nicht irgendwelche Berge. Es sind Kebnekaise, Tolpagorni und Singitjokka. »Ihr seid wahrscheinlich die ersten, die jemals auf Schlittschuhen über den Ladtjotaure gelaufen sind«, hatte Nisse Sarri gesagt, der am Ostufer des Sees damit beschäftigt war, einen Vorbau für seine Kaff eehütte zu konstruieren.
Wir hatten uns angeschaut und gelächelt. Ladtjotaure ist einer der am schönsten gelegenen Bergseen Schwedens. Mit dem ersten Schneefall im Herbst wird es in dieser Gegend richtig kalt. Deshalb müsste man am Übergang zwischen Herbst und Winter dort Schlittschuh laufen können, hatten wir uns gedacht, bevor wir anreisten, um zur »Kebnekaise fjällstation« hinaufzuradeln. Aber wir wagten kaum zu hoffen, dass das Eis noch während unseres Aufenthalts fest werden würde. Es war immerhin erst Oktober.
Vor zwei Tagen hatte Nisse dann gemeldet, der Ladtjotaure müsse »jetzt eigentlich tragen«. Die Gelegenheit, in unmittelbarer Nähe des höchsten schwedischen Bergs Kebnekaise Schlittschuh zu laufen, durfte man nicht verpassen. Voller Erwartung kamen wir mit unseren Mountainbikes von der Übernachtungshütte in Nikkaluokta herauf. Und nun stehen wir hier. Vor einem hauchdünn wirkenden, aber durchaus tiefgefrorenen Schlittschuhparadies.

NUR NOCH EINE KURVE

Trotzdem sind wir am Anfang ein wenig nervös. Wir laufen am rechten Ufer entlang. Die Fläche ist hart wie Marmor, man sieht kaum eine Luftblase in der etwa zehn Zentimeter
An mehreren Stellen wird die Eisdecke dünner, und wir müssen uns
sichere Passagen suche
dicken Eisschicht. Als wir uns einer Halbinsel nähern, können wir den Seegrund einige Meter unter uns erkennen. Es knackt unter den Schlittschuhen, im Eis …

KEBNEKAISE

Kebnekaise, Schwedens höchster Berg (2 115 Meter), liegt 19 Kilometer
von Nikkaluokta entfernt, wo die Straße endet. Auf dem Weg zum Kebnekaise kommt man am Fjällsee Ladtjotaure vorbei. Am Fuß des Berges liegt eine Fjällstation, die jedoch erst ab Februar geöffnet ist. Wer diese wilden Gebirgsgegenden besuchen möchte, kann aber auch in Nikkaluokta wohnen, wo es ein Hüttendorf gibt. Von hier aus veranstaltet die Samen-Familie Sarri geführte Bergtouren. Eine Schlittschuhtour auf dem Ladtjotaure erfordert sorgfältige Planung und viel Erfahrung. Schneefreies Eis findet man hier etwa alle fünf Jahre, und dann nur für wenige Tage. Meistens kommt der Schnee gleichzeitig mit der Kälte und deckt das Eis zu. Wegen der Strömungen im See kann die Eisfläche trügerisch sein.
Die Hüttenanlage Nikkaluokta erreicht man unter
Tel. +46 (0) 980 550 15 oder  nikka.sarri@telia.com.

stfturist.se 

 

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