NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Basislager für Bergfans: 10 herrliche Skihütten im Fjäll

Basislager für Bergfans: 10 herrliche Skihütten im Fjäll

Text: Mikael af Ekenstam

Das skandinavische Fjäll ist dort am schönsten, wo es am einsamsten ist – weit entfernt von Liftanlagen und Skigebieten. NORR hat die zehn besten Skihütten als »Basislager« für Skitouren im skandinavischen Fjäll zusammengestellt.

Schweden

#01 STF-Fjällstuga in Tarfala

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(c) STF

Das Tarfaladalen gilt als eine der windigsten Ecken Schwedens. Ein großer Vorteil ist jedoch die gute Erreichbarkeit, von Nikkaluokta aus sind es nur rund 20 Kilometer bis Tarfala. Hier gibt es einige der besten Skitourenreviere Skandinaviens. Die STF-Fjällhütte Tarfala liegt am Ende des Tals, direkt neben dem Tarfalasee. Von hier aus bieten sich Touren auf die Gletscher unterhalb des Kebnekaise an. Auch die steilen Hänge nördlich der Hütte und das etwas flachere Gelände weiter östlich sind gut zu erreichen.

Anreise: Mit dem Auto oder Bus bis Nikkaluokta. Von dort geht es auf Skiern weiter. Rund 25 Kilometer sind es bis zur Hütte. Bis auf einige steilere Passagen, bei denen man Felle braucht, ist die Strecke überwiegend flach. Alternativ kann man mit dem Schneescooter fahren.
Skitouren: In der Umgebung gibt es zahlreiche Möglichkeiten mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Vorsicht vor Gletscherspalten und Lawinen.
Saison: März bis April

Stfturist.se/tarfala

 

#02 STF Fjällstuga Nallo

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(c) Jeppe Börjesson

Die Nallohütte liegt wie eine einsame Insel im hochalpinen Gelände des Kebnekaisemassivs – abseits der beliebtesten Wanderwege und viele Kilometer von der nächsten Straße entfernt. Die hohen Bergwände und das enge Tal, von dem die Hütte umgeben ist, tragen außerdem noch zur »Insellage« bei. Nach dem Horizont muss man hier lange suchen, stattdessen sieht man die großartigen Berge aus nächster Nähe. Die spitze Form des Nallu und die steilen Schneerinnen, die vom Kugghjulskamm am Sielmatjåkka herunterzustürzen scheinen, wirken noch beeindruckender, wenn das Wetter schlecht ist. Wenn die Sonne hervorkommt, hat man freien Blick auf die zahlreichen Skirouten, die im Gelände rund um die Hütte liegen.

Anreise: Mit dem Auto oder Bus bis Nikkaluokta. Von dort sind es mehr als 40 Kilometer bis zur Nallohütte. Von Nikkaluokta aus kann ein Transport mit dem Schneescooter organisiert werden.
Skitouren: In jeder Himmelsrichtung gibt es spannende Gelände
Saison: Februar bis April (bis Anfang März ist nur ein Teil der Hütte geöffnet)

Stfturist.se/nallo

 

#03 STF Fjällstuga Akka

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(c) STF

Die Aussicht von der STF-Hütte Akkastuga gehört zu den schönsten in Schweden. Nur wenige Bergketten sind so imposant wie das Áhkkámassiv. Wie aus dem Nichts erhebt sich der Berg über die Ebenen im südlichen Teil des Nationalparks Stora Sjöfallet. Wer auf der Suche nach Höhenmetern und langen Abfahrten ist, ist hier genau richtig: Alle Skitouren im Áhkkámassiv haben einen Höhenunterschied von mehr als 1100 Metern. Ganze 1550 Höhenmeter muss man bei der Tour auf den Stortoppen überwinden – schwedischer Rekord. Die Abfahrt zum See Akkajaure bietet alles, was das Herz eines Skitourengehers begehrt.

Anreise: Mit dem Auto oder Bus bis Ritsem, danach geht es auf Skiern oder per Schneescooter über den Áhkkajávre.
Skitouren: Áhkkámassiv und Boalnotjåhkkå
Saison: Februar bis April (bis Anfang März ist nur ein Teil der Hütte geöffnet)

Stfturist.se/akka

 

#04 STF Fjällstation Sylarna

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(c) Johan Marklund

Die Fjällstationen des STF sind eine Mischung aus Hotel und Jugendherberge. Die Stationen haben sowohl Strom als auch fließend warmes und kaltes Wasser – ein Restaurant, ein kleiner Shop, ein Ausrüstungsverleih und eine Sauna gehören ebenfalls meistens dazu. Die meisten Fjällstationen liegen in der Nähe eines Wander- oder Winterweges und sind mit dem Auto erreichbar. Im Sylarna-Massiv steht der oben erwähnte Luxus jedoch mitten in den Bergen zur Verfügung. Ein idealer Ausgangspunkt für Skitouren auf die umliegenden Gipfel. Auch rund um die Fjällstation Storulvån, die auf dem Weg nach Sylarna liegt, gibt es schöne Touren.

Anreise: Mit dem Auto oder Bus bis Storulvån. Von hier aus fährt man auf Skiern weiter oder kauft sich ein Ticket für den «Fjällexpress», eine Pistenraupe, die Gäste zur Fjällstation bringt.
Skitouren: Im Sylarnamassiv und rund um die Fjällstation gibt es schöne Routen
Saison: Februar bis April (vollständiger Betrieb ab Mitte Februar)

Stfturist.se/sylarna

 

Norwegen

#05 Ski & Sail in Lyngen

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(c) Innovation Norway

In der engen Kajüte eines Segelbootes aufzuwachen, ist nicht unbedingt das erste, was einem in den Sinn kommt, wenn man ans Skitourengehen denkt. Doch der Vorteil dieses Arrangements erschließt sich einem, sobald man an Deck kommt. Mit einem kleinen Gummiboot geht es nämlich zu einer Insel voller Berge. Direkt am Strand beginnt der Aufstieg über unberührte Hänge zu einem spitzen Gipfel. Skitouren mit dem Boot werden in den Lyngenalpen, wie die Gebirgszüge auf einer Halbinsel östlich von Tromsø genannt werden, immer beliebter. Die Lyngenalpen gehören zu den hochalpinsten Gebieten Skandinaviens mit steilen und hohen Berge, die direkt ins Meer abfallen. Ähnlich herausforderndes Terrain gibt es auch auf den Inseln rund um Lyngen – diese sind ausschließlich per Boot erreichbar.

Anreise: Mit Auto oder Flugzeug nach Tromsø. Hier liegen die meisten »Skiboote« am Kai.
Skitouren: In den Lyngenalpen und auf den nahen Inseln
Saison: März bis Mai

Gox.no
Farout.no

 

#06 DNT Fjällstuga Patchellhytta

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(c) Den Norske Turistforening

Es wird behauptet, dass der schottische Bergsteiger C.W. Patchell beim Frühstück gerne freie Sicht auf die Gipfel des Slogen, Smørskredtind und Brekketind haben wollte. Aus diesem Grund baute er vor knapp 100 Jahren eine Berghütte genau zwischen den genannten Gipfeln – die Patchellhytta. Seitdem ist die Hütte schon einige Male renoviert worden, aber sie steht noch genau dort, wo Patchell den Grundstein legte. Die meisten Besucher wohnen aber mittlerweile in dem 50 Meter entfernten Neubau. Eine wohl gefüllte Speisekammer, bequeme Sofas und eine kleine Bibliothek halten einen bei Laune. Im Frühsommer liegt meist noch viel Schnee rund um die Hütte, während weiter unten schon sommerliche Temperaturen herrschen.

Anreise: Mit dem Auto oder Bus nach Stranda oder Øye. Von Liasætra bei Stranda kann man mit Skiern zur Patchellhytta aufsteigen. Von Øye aus ist der Weg kürzer, aber um einiges steiler. Im Winter braucht man einen DNT-Schlüssel für die Hütte.
Skitouren: Die Patchellhytta liegt in einem hochalpinen Teil der Sunnmørealpen und ist daher ein guter Ausgangspunkt für erfahrene Skitourengeher, die gerne in steilem Gelände unterwegs sind.
Saison: November bis Mai

visitalesund-geiranger.com

 

#07 Turiststugan Spiterstulen

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(c) Corbis

Viele der Übernachtungshütten in Südnorwegen sind alte Sennhütten. Nur noch wenige Hütten werden auf die traditionelle Art bewirtschaftet, die meisten sind fest in der Hand von Touristen. Die robusten Holzhütten von Spiterstulen, das in Visdalen im Herzen von Jotunheimen liegt, befinden sich direkt an der Baumgrenze. In direkter Nachbarschaft sind die höchsten Gipfel Skandinaviens zu sehen. Auf der einen Seite von Spiterstulen erhebt sich der Galdhøpiggen mit seinen 2469 Metern und auf der anderen Seite der Glittertinden, der nur vier Meter niedriger ist. Insgesamt gibt es in Jotunheimen 17 über 2000 Meter hohe Gipfel, die zu schönen Tagestouren einladen.

Anreise: Mit dem Auto bis Spiterstulen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man bis Lom, die 30 Kilometer bis nach Spiterstulen fährt ein Taxi.
Skitouren: Auf dem Galdhøpiggen, Glittertinden und vielen anderen Gipfeln
Saison: März bis April

Spiterstulen.no

 

#08 Turtagrø Hotel

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(c) Hotel Turtagrø

Die Sennhütte in Turtagrø diente Ende des 19. Jahrhunderts vielen abenteuerlustigen norwegischen und ausländischen Touristen als Ausgangspunkt für Touren in die nähere Umgebung im westlichen Teil von Jotunheimen. Nach einigen Jahren baute man ein Hotel, das viele weltberühmte Kletterer und norwegische Berühmtheiten aus allen Teilen der Gesellschaft beherbergt hat. Als das über 100 Jahre alte Hotel 2001 fast vollständig abbrannte, war das eine kleine Tragödie. Doch schnell wurde an gleicher Stelle ein neues Hotel mit modernen Standards errichtet. Mit dem jährlichen Skitourenfestival »High Camp« ist Turtagrø nun wieder das Zentrum des norwegischen Skienthusiasmus.

Anreise: Zu Beginn der Saison ist die Anreise mit dem Auto oder Bus kompliziert. Im Mai werden die im Winter gesperrten Straßen Sognefjells- und Tindevegen wieder geöffnet und die Fahrzeit verkürzt sich.
Skitouren: Auf die Gipfel in Hurrungane
Saison: April bis Juni

Turtagro.no

 

Finnland

#09 Kilpisjärvi

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(c) Visit Finland

Die skandinavische Fjällkette erstreckt sich bis nach Finnland. Im Dreiländereck zwischen Finnland, Norwegen und Schweden liegen Finnlands höchste Gipfel. Die E8 verläuft hier direkt durch die finnische Wildnis und führt weiter nach Norwegen. Bevor die Straße Kurs auf das Nordmeer nimmt, passiert sie das Dorf Kilpisjärvi und den 1029 Meter hohen Gipfel des Saana, von dem man ohne Probleme bis nach Schweden und Norwegen blicken kann. Finnisch-Lappland gehört nicht zu den Top-Destinationen für Skitourengeher, bietet aber eine Fülle gut ausgebauter Loipen, Skiwanderwege und Scooterpfade. Am Fuße des Sanaa liegt ein Hüttendorf mit dem dazugehörigen Hotel in typisch finnischem Stil. Die Sauna darf natürlich nicht fehlen.

Anreise: Der nächste größere Flughafen befindet sich in Tromsø. Von dort geht es mit dem Auto oder Bus weiter nach Kilpisjärvi.
Skitouren: Auf der finnischen Seite kann man den Sanaa besteigen. Wer etwas mehr Action bevorzugt, kann sich auf der norwegischen Seite der Grenze austoben.
Saison: Februar bis April

Kilpisjarvi.net

 

Island

#10 Klængshóll Lodge

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(c) Klængshóll Lodge

Auch auf Island gibt es verschneite Berge. Eine alte Schafsfarm in Skíðadalur auf der Trollhalbinsel ist Islands bester Ausgangspunkt für Skitouren. Hier hat Jökull Bergmann, der einzige zertifizierte Bergführer des Landes, als Kind als Schafhirte gearbeitet. Heute dient die Farm unter dem Namen Klængshóll Lodge als Basislager für geführte Skitouren in der Umgebung. Auch Heli-Skiing ist hier möglich. Das Haus ist funktional angelegt und verfügt über eine große Küche mit Speisesaal. Die Trollhalbinsel, ein bergiger Ausläufer im Nordatlantik, hat einige bis zu 1500 Meter hohe Gipfel. Vor der Haustür der Farm, die bereits 200 Meter hoch liegt, kann man direkt auf die Skier steigen.

Anreise: Mit dem Flugzeug von Reykjavík nach Akureyri. Von dort gibt es einen organisierten Transport zur Lodge.
Skitouren: Auf die Gipfel der Trollhalbinsel
Saison: März bis Mai
Arcticheliskiing.com

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