NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Schären südlich von Mariehamn

Die kleinen Häuser in Lappo spiegeln sich in den Fützen

Dichter Wald auf der Hauptinsel

Herrlicher Ausblick auf der Hauptinsel

Windschiefe Hütte direkt am Wasser

Der Hafen von Lappo am morgen

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Einmal Åland und zurück

Text & Foto: Andrea Emling

Die Åland Inseln stellen das Bindeglied zwischen Schweden und Finnland da. Politisch zu Finnland gehörig erinnern sie ihre Besucher doch stark an die schwedischen Schären mit ihren kleinen Holzhütten. Unsere Leserin Andrea berichtet von ihren Erfahrungen beim Ausflug von Turku auf die Hauptinseln Ålands.

Schon kurz nach dem Ablegen der Fähre können wir von Deck aus beobachten, was uns die nächsten Tagen erwartet: Schären, soweit das Auge reicht. Einige so groß, dass sie bewohnt sind, aber die meisten klein und dicht an dicht gedrängt. Auch wer die Schären vor dem schwedischen oder finnischen Festland kennt: Das Schärenmeer von Åland übertrifft alles! Schätzungen zufolge umfasst die Inselgruppe knapp 6500 Inseln.

Langsam schlängelt sich die Fähre durch das enge Fahrwasser. Die Sonne steht blendend hell am Himmel, doch jetzt Ende September merkt man schon deutlich den beginnenden Herbst und ein kühler Wind umweht uns an Deck. Wir sind die einzigen Touristen an Bord. Erstes Ziel der Reise ist die kleine Insel Lappo, die im Westen von Åland liegt.

Lappo hat nur 35 Einwohner. Auch wenn wir politisch gesehen in Finnland sind, fühlt man sich in Åland eher wie in Schweden: Schwedisch ist Amtssprache, Schwedische Kronen werden überall angenommen und im kleinen Inselsupermarkt findet man hauptsächlich schwedische Produkte. Wir quartieren uns in einem kleinen Gästehaus ein, das wie alle Gebäude auf der Insel – nicht verwunderlich – den typisch schwedischen rot-weißen Anstrich hat.

Am Nachmittag erkunden wir die Insel. Felsige Küsten wechseln sich ab mit dichten Kiefernwäldern. Wir finden viele Spuren von Elchen, doch leider bekommen wir die Tiere nicht zu Gesicht. Unsere Gastgeberin erzählt uns, dass die Elche vom finnischen Festland auf die Schären kommen und dabei etappenweise Strecken von über 50 Kilometern schwimmen können.

Am nächste Tag warten wir frühmorgens bei frostiger Kälte am Hafen auf die Fähre, die uns zur Hauptinsel bringen soll. Langsam kämpft sich die Sonne durch die Nebelreste, die noch über dem Wasser schweben und taucht die Umgebung in ein gleißend helles Licht. Wieder geht die Fahrt durch enges Fahrwasser vorbei an unzähligen Schären. Es weht kaum Wind und das Wasser ist spiegelglatt. Wir beobachten Seeadler beim Jagen. Für die Fährfahrten gilt in der Tat: „Der Weg ist das Ziel“!

Auf der Hauptinsel angekommen fahren wir in die Hauptstadt von Åland, Mariehamn. Die Stadt liegt auf einer Landzunge und hat ein wunderbar maritimes Flair. Obwohl es die Hauptstadt ist, wirkt Mariehamn eher ländlich und ruhig, und auch hier findet man überall typische Schwedenhäuschen.

In den nächsten Tagen wandern wir durch Kiefernwälder und Moore, fahren über unzählige Schären mit ihren markanten Flechtenmustern und bewundern die schönen Felsenküsten. Überall auf Åland ist man von Ruhe und Gelassenheit umgeben, es ist eine kleine Welt für sich und das Geschehen auf dem Festland wirkt weit weg. Der beginnende Herbst färbt die Birken in grelle Farben und erste Trupps Zugvögel ziehen über uns hinweg.

Nach ein paar Tagen bringt uns die Fähre zurück nach Turku. Je näher wie dem Festland kommen, desto größer werden die Schären und der typische „Åland-Charme“ verschwindet langsam. Als die Fähre anlegt, hat uns der Großstadtrubel mit seinem lärmenden Straßenverkehr und den Menschenmassen schnell wieder.

NORR-LESERIN

Unsere Autorin Andrea Emling wohnt in Idstedt bei Flensburg und arbeitet dort in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderung. Die angehende Studentin reist besonders gerne in den Norden, um dort ihrem Hobby der Naturfotografie nachzugehen.

1.2.7

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