NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Es war einmal Stora Sjöfallet

Es war einmal Stora Sjöfallet

Text: Gabriel Arthur & Foto: Nicklas Blom

Stora Sjöfallet ist die Geburtsstätte des schwedischen Fjälltourismus. Hier wurde 1912 die Fjällstation Saltoluokta eröffnet. Zwar war die Hauptattraktion der Gegend schon bald verschwunden, aber wer heute nach »Salto« kommt, findet noch immer eine der schönsten Perlen des Fjälls.

Im Juli 1906 wandert die schwedische Geologin, Chemikerin und Botanikerin Astrid Cleve von Euler mit ihrem Reisegefährten in fünf Tagen von Gällivare zum See Stora Lulevatten. Für ihre beiden Kajaks, etwa 25 Kilo schwer und mit Segeltuch bezogen, haben sie Träger angeheuert. Nach einem mühsamen Endspurt über feuchte Moore lassen Astrid und ihr Kamerad die Kajaks zu Wasser. Es folgen eine rund 50 Kilometer lange Paddelstrecke zum westlichen Fjäll, dann eine Landpassage und danach weitere 30 Kilometer auf dem See Langas, bis die beiden Abenteurer sich dem Höhepunkt ihrer Reise nähern: Stora Sjöfallet, auch »Schwedens Niagara« genannt. Der Name »Stora Sjöfallet« – »der große Seefall« – ist in jener Zeit eigentlich irreführend. In Wirklichkeit sieht Astrid Cleve von Euler fünf mächtige Wasserfälle, die sich zwischen den Bergen Nieras (im Norden) und Kierkau (im Süden) ergießen. Überall sprudelt Wasser hervor; Stora Sjöfallet gleicht einer 700 Meter breiten Gebirgstreppe, über die schäumende, donnernde Wassermassen herabstürzen. Astrid Cleve von Euler sprach damals vom »merkwürdigsten Wasserfall Schwedens, ja vielleicht Europas«. Kaum jemand außer den Sami kannte Stora Sjöfallet bis zum Jahr 1885, als Geologen von der Universität Uppsala den schwedischen Tourismusverband gründeten. Das Motto des Verbands war – und ist – »Lerne dein Land kennen«. Im Geist der Nationalromantik wollte man den Schweden vermitteln, wie fantastisch ihre Heimat war. Das Gerücht über die gewaltigen Wasserfälle im Fjäll südwestlich von Gällivare hatte sich in jenen Kreisen durch ein Buch verbreitet, das 1866 erschien: »Lappland, seine Natur und seine Bewohner«, verfasst von dem Kartografen und Zeichner Carl Anton Pettersson. Darin fand sich eine dramatische Illustration, die bei den jungen Geologen die Abenteuerlust weckte. Eine Exkursion bestärkte sie in der Meinung, dass Stora Sjöfallet das imposanteste Naturphänomen Schwedens sei und das Potential habe, eine internationale Attraktion zu werden. 1890 ließ der Verband die kleine Sjöfall-Hütte bauen, und im Jahrbuch von 1897 steht: »Eines Tages wird Sjöfallets große Zeit anbrechen. Dann werden Tausende und Abertausende hier zusammenströmen, um an heißen Sommertagen Erquickung zu suchen.« DIE WIEGE DES FJÄLLTOURISMUS Bei Astrid Cleve von Eulers Ankunft im Jahr 1906 ist die Gegend noch menschenleer, abgesehen von Sami und Siedlern. Aber als sie die gleiche Kajak-Expedition…

SALTOLUOKTA

icon_house Die Fjällstation in Saltoluokta wurde 1912 eingeweiht und ist seitdem immer weiter ausgebaut worden. Heute gibt es 100 Betten, ein Restaurant, einen Bereich für Selbst­versorger, Duschen, eine Sauna und vieles mehr. Die Station ist vom 15. Juni bis zum 16. September geöffnet.

icon_flightAnreise: Per Zug (sj.se) oder
mit dem Flugzeug bis Gälli­vare
(flysas.com, nextjet.seAb Gällivare weiter mit dem Bus nach Kebnats (Linie 93), der drei Mal pro Tag fährt. Von dort geht es das letzte Stück mit dem Boot M/S Langas über den See.

saltoluokta.se

KLEINES WÖRTERBUCH

Káffa = Kaffee
Jávrre = See
Sejbaka = @­-Zeichen

 

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