NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Der Eisbrecher Sampo befindet sich offiziell im Ruhestand. Nun fährt der schwarze Koloss mit Touristen ins Eis.

Man musste sich auf die Eiskante legen und wie eine Robbe ins Wasser rutschen.

Ist man einmal im eiskalten Wasser, kann man nicht mehr tun als sich treiben zu lassen.

Geschafft! Rebecka und Steven haben wieder festen Boden unter den Füßen.

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Die Geheimnisse der Sampo

Text: Steven Ekholm, Foto: Håkan Bergström

Unser schwedischer Reporter Steven Ekholm war mit einem Eisbrecher im Bottnischen Meerbusen unterwegs. Dabei brach auch das Eis zwischen dem Finnland seiner Kindheit und dem Finnisch-Lappland, das er und seine Tochter Rebecka auf dieser Abenteuerreise kennenlernten.

Eisbrecher haben mich schon immer fasziniert. Vielleicht deshalb, weil sie anders sind als alle anderen Schiffe. Die Farbe: der Rumpf immer schwarz mit senfgelben Aufbauten. Die Form: wie zehnstöckige Mietshäuser, breit und imposant. Die Namen: Tor, Ymer, Oden, Atle, Frej – lauter altnordische Muskelberge. Aber vielleicht faszinierten die Eisbrecher im Hafen von Sundsvall einen Jugendlichen in den 70er Jahren vor allem durch das Geheimnis, das sie umgab. Niemand, den ich kannte, hatte je das Innere dieser gewaltigen Schiffe gesehen. Eines Tages lagen sie plötzlich im Hafen. Wenn man Glück hatte, blieben sie wochenlang liegen und lieferten Nahrung für die Fantasie. Aber ebenso oft kam es vor, dass sie am nächsten Morgen verschwunden waren. Die Eisbrecher in der Bucht von Sundsvall waren in mehr als einer Hinsicht ein Teil meiner Kindheit. FASZINATION EISBRECHER Noch immer gibt es sehr wenige Orte auf der Welt, an denen man Gelegenheit hat, in das Allerheiligste der Eisbrecher vorzudringen und mit diesen Giganten in See zu stechen. In Skandinavien ist das nur im finnischen Kemi möglich, hoch oben am Bottnischen Meerbusen. Um die Mitte der 80er Jahre beschloss die Stadt in kluger Als Jugendliche fanden wir diese Schiffsreise spannend. Vor allem schenkte sie uns ein Gefühl der Freiheit.Voraussicht, dem finnischen Staat ganz einfach einen Eisbrecher abzukaufen. Die »Sampo«, die fast dreißig Jahre lang das Eis an der Küsten des Bottens zermalmt hatte, sollte ausrangiert werden. Die neuen, größeren Frachtschiffe erforderten größere und breitere Eisbrecher. Kemi griff zu, und seit 1985 besitzt die Stadt eine einzigartige touristische Attraktion: Man kann dort mit einem Eisbrecher für ein paar Stunden auf die zugefrorene Ostsee hinausfahren und bei Wassertemperaturen um null Grad im Rettungsanzug in die frisch aufgebrochene Fahrrinne springen. Es klang ganz einfach zu schön, um wahr zu sein. Deshalb beschlossen meine Tochter Rebecka und ich, die Sache zu testen, und fuhren Ende März mit dem Auto gut 500 Kilometer an der norrländischen Küste entlang, von Örnsköldsvik bis Kemi, knapp 25 Kilometer hinter der schwedisch-finnischen Grenze bei Haparanda. Ich selbst bin in einer Art Grenzgebiet zwischen Schweden und Finnland aufgewachsen. Im Sundsvall der 70er und 80er Jahre war Finnland stets gegenwärtig. Die Schwerindustrie hatte viele hart arbeitende Männer und Frauen aus dem Nachbarstaat angelockt, und in allen Schulklassen gab es Kinder mit finnischen Eltern. Obwohl sie unseren Alltag teilten, mit uns spielten, Unfug trieben und Krach machten, hatten sie etwas Besonderes an sich, das manchmal exotisch und anziehend wirkte, manchmal hart und destruktiv. Dass man sich in einem Grenzland befand, war überall sichtbar. Aber nirgends wurde es deutlicher als in…

DER EISBRECHER SAMPO

Mit dem 75 Meter langen Eisbrecher Sampo kann man als Passagier eine Ausfahrt auf der Ostsee vor Kemi machen – inklusive eines Bades im eisigen Wasser. Die »Eisbrechersaison« beginnt kurz vor Weihnachten und dauert je nach Temperatur so lange bis das Eis auf dem Meer schmilzt. Die Standardtour dauert vier Stunden. Buchungen/Reservierungen über die Webseite von Sampo Arctic Icebreakers.

sampotours.com

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