NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Das Islandpferd ist mit den Wikinger-Pferden verwandt, mit denen die nordischen Eroberer einst über das Fjäll ritten.

Karin Alfredsson begleitete im zweiten Jahr von NORR als Fotografin eine Reittour durch Jämtland.

Einige der Aktivitäten im Reit-Camp »Rid i Jorm« wurden mit dem Qualitätssiegel »Naturens Bästa« ausgezeichnet. Das Schlüsselwort heißt Ökotourismus.

Der 45-jährige Guide Ola will seinen Teilnehmern beibringen, wie man richtig mit den Pferden kommuniziert.

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Herbstritt: Auf Island-Pferden in Jämtlands Fjäll

Text: Mattias Warg, Foto: Karin Alfredsson

Zu Pferd durchs Gebirge – das erfordert viel Erfahrung und Disziplin, straffe Zügel und große Ernsthaftigkeit. Glaubten wir, aber wir hatten uns geirrt. In einem abgelegenen Nest im schwedischen Fjäll haust eine Horde struppiger Islandpferde, die abenteuerlustigen Hobbyreitern jeden Wunsch erfüllt.

In diesem Dorf kann man sich leicht wie der einzige Tourist vorkommen. Es heißt Jormvattnet und liegt im Norden Jämtlands, 900 Kilometer von Stockholm entfernt, auf einer Lichtung mitten in der Wildnis. Hier passierte es uns im letzten Jahr, dass wir den Schlüssel zu unserem Ferienhaus von demselben Mann ausgehändigt bekamen, der uns wenig später im Restaurant das Entrecôte servierte. Am Tag darauf saß er im Dorfladen an der Kasse. Abends begegneten wir ihm wieder – am Einlass zum Dorffest. Dieses Erlebnis ist typisch für viele kleine Touristenorte im schwedischen Fjäll. Es erinnert an den Anfang eines Kriminalromans oder einer Gruselgeschichte.

In Jormvattnet denkt man eher an einen von isländischen Sagas inspirierten Abenteuerfilm, mit großartigen Landschaftsaufnahmen und atemberaubenden Actionszenen. Die Hauptdarsteller tragen Namen wie Nös, Nattar, Menja, Hröfn und Elding. Die meisten von ihnen sind Isländer in doppelter Hinsicht: Sie gehören nicht nur zu der besonderen Pferderasse, die sich in tausendjähriger Isolation auf der kargen Insel im Nordatlantik entwickelt hat, sondern sie stammen auch direkt von dort. »Es macht Spaß, nach Island zu fahren und Pferde zu kaufen«, sagt unser Guide Ola Sundquist, und er erzählt uns, wie er an Kùri geraten ist, einen widerspenstigen Wallach, dem die lange, grau gesprenkelte Mähne über die Augen fällt.

Die Geschichte geht so: Auf Island, einige Jahre zuvor, hatte Kùri einem eingewanderten Finnen gehört, der das Pferd angeblich auf seinen eigenen Namen getauft hatte. Irgendwann wollte er Kùri verkaufen. Bei dem erstklassigen Stammbaum des Wallachs war es nicht schwer, einen Interessenten zu finden. Aber der Eigentümer stellte eine Bedingung. Das Pferd sollte unter keinen Umständen an Joha weiterverkauft werden, einen streitsüchtigen Nachbarn mit ausgeprägter Vorliebe für starke Getränke. Kùri wurde von einem isländischer Pferdehändler erworben, der schlau genug war, ein gutes Geschäft zu wittern, und Joha …

ISLANDPFERDE

Die Geschichte des Islandpferdes beginnt mit der Ankunft der Wikinger um das Jahr 900 n. Chr. In der Folgezeit passte sich das Islandpferd den besonderen Bedingungen auf der Insel an. Ein besonderes Merkmal  sind seine fünf Gangarten: Schritt, Trab, Galopp, Tölt und Passgang. Es gibt heute etwa 70 000 Pferde auf Island. Und obwohl das Reiten so etwas wie ein Nationalsport ist, hat die Insel in internationalen Wettbewerben keine Chance. Denn ein Islandpferd, das außer Landes gebracht wird, um an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen, darf nicht mehr zurückkehren

Rid i Jorm, Tel: +46 (0) 672- 201 71
korpensoga.com

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