NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

  • Prev
  • Next

Mit Opa im Gepäck an Islands Ostküste

NORR-Leser Maik und Vivien zieht es wieder einmal nach Island. Doch diesmal wollen die beiden anders Urlaub machen – nicht höher, weiter, schneller heißt die Devise. Sie wollen sich entspannt treiben lassen. Mit ihrem Großvater wollen sie das Land bei einem Roadtrip an die Ostküste von einer anderen Seite kennenlernen.

Wer schon einmal in Island war, egal zu welcher Jahreszeit, kennt sie, die perfekt ausgestatteten Outdoor-Touristen. Aber bei unserem jetzigen Trip gehören wir nicht dazu … zumindest nicht komplett.  Diesmal geht es uns bewusst nicht darum, die härteste Herausforderung zu suchen. Nicht höher zu kommen, weiter zu laufen oder schneller da zu sein. Wir wollen uns einfach treiben lassen –  ohne Ziel, ohne Anspruch – und Island einmal von der entspannten Seite kennenlernen, ohne tagelang den harten klimatischen Bedingungen ununterbrochen ausgeliefert zu sein. Und wir werden uns noch mehr in das Land verlieben. Eben anders.

Hier und Jetzt

Wieder einmal stehen wir in Keflavík am Flughafen, haben Freudentränen in den Augen und unsere Lungen sind zum Bersten gefüllt mit der wundervoll klaren isländischen Luft. Es regnet, was auch sonst … Es wird dieses Mal nicht nur entspannter, sondern auch bequemer werden, schließlich haben wir den Outdoor-unerprobten Opa im Gepäck. Unser klappriger Mietwagen ist die erste Herausforderung, mal sehen ob die Heckklappe den Trip übersteht. Wir sind in Richtung Austurhluti unterwegs, in den östlichen Landesteil. Reykjavik überfordert sehr schnell. Wir wollen lieber Schafe sehen als zu viele Menschen und raus aus dem Stress der Stadt – mit genug Skyr im Gepäck geht es am nächsten Morgen los. Flüsse, kleine Seen und diese unendliche Weite – jetzt sind wir wirklich endlich angekommen im Hier und jetzt. Ob geflutete Vulkankrater, Schafherden auf der Straße oder der sich nicht lichten wollende Nebel. Island präsentiert sich von seiner märchenhaften Seite. Wir passen uns der Schafsmentalität an und genießen jeden Moment. Zumindest solange, bis sich der Keksvorrat dem Ende nähert, denn die Elfen hier sind ganz schon gefräßig und schon bald ist die Ration drastisch dezimiert.

Gletscherabenteuer

Wir fahren an dem verzaubernden Seljalandsfoss-Wasserfall vorbei. Der Sprühnebel macht unsere müden Augen wieder munter. Wir gönnen unseren Füßen im kleinen Bachlauf nebenan eine Entspannung im eiskalten Wasser. Bald wird es dunkel und es ist Vollmond. Unbeschreiblich schön. Später in Vík liegen die Nebelschwaden über dem pechschwarzen Lavastrand wie Zuckerwatte, sie scheinen an den Felswänden und den drei Trollen festzukleben, die Möwen fliegen tief. Wir sind in einer anderen Welt. Am nächsten Morgen ist Trailrunning angesagt. Es herrscht starker Wind. Wettertaugliche Kleidung ist hier mehr als nur das A und O. Sie wird auch unter diesen komfortablen bis gemütlichen Bedingungen zu unserem treuen Begleiter. Das merkt auch unser Opa spätestens beim Erklimmen eines „kleinen Hügelchens“. Den Gaskocher im Gepäck und Proviant für ganze Heerscharen ausgerüstet, geht es durch den Vatnajökulsþjóðgarður. Die Moosfelder, dicker und weicher als jede Matratze, sind vor allem barfuß zwischen den Zehen eine Erfahrung wert. Dann bricht endlich der Himmel bricht auf. Und da sind sie, die Gletscherausläufer.

Wie im Traum

In den teilweise 200-300 Meter tiefen Seen davor liegen Eisberge so blau, dass es fast scheint, als seien sie von innen beleuchtet. Es ist so kalt, dass mein Lopi daran festfriert aber so wunderschön,  dass wir uns zumindest auf die leicht zugänglichen Eisberge trauen und darauf rumtollen, kleine Stücke davon in den Händen schmelzen lassen und mindestens 1000 Jahre altes klares Wasser trinken. Dann suchen wir uns einen windgeschützteren Bereich, um dort Kaffee und Tee aus Gletscherwasser zu kochen.

Als dann im Gletschersee, nur ca. 70 Meter unter uns, die Robben anfangen miteinander im Wasser zu spielen, ist der Tag wirklich mehr als gelungen. Da glänzen selbst Opas Augen vor Freude, trotz der eisigen Kälte und der heraufziehenden Schlechtwetterfront! Als wir abends erschöpft in unsere Schlafsäcke sinken nehme ich mir vor, am nächsten Tag Schafe zu streicheln. Es stellt sich jedoch heraus, dass sie leider wesentlich wendiger als ich in diesem Gelände sind, und so muss ich wohl weiter mit meinen Lopi kuscheln – natürlich „Made in Iceland“.

NORR-LESER

Maik (33) und Vivien (25) Traxel arbeiten als Schreiner bzw. Tätowiererin, sind eingefleischte Outdoor-Fans und träumen davon, irgendwann in der Zukunft auf einem Selbstversorgerhof in Skandinavien zu leben. Island hat es ihnen ganz besonders angetan.

maik vivi

SELBST SCHREIBEN

Du hast bei deinem letzten Skandinavien-Urlaub tolle Fotos gemacht und kannst gut schreiben? Wir drucken in jeder Ausgabe eine Leserreportage ab. Du bekommst 100 Euro Honorar, wenn es deine Story ins Heft schafft. Schicke dein Material (maximale Textlänge: 3 000 Zeichen, Bilder müssen eine Mindestauflösung von 300 dpi haben) und ein aussagekräftiges Porträtbild sowie deine Kontaktdaten an:

redaktion@norrmagazine.com

Skandinavien Guides

  • Nordische Zauberwelten: Magische Wälder

    Nordische Zauberwelten: Magische Wälder

    Im Herbst werden die tiefen Wälder dunkler und ein wenig unheimlich, aber zugleich auch märchenhaft schön. NORR hat die zehn skandinavischen Wälder zusammengestellt, in denen die Chance, einem Troll zu begegnen, am größten ist.

  • Mit Kindern im Fjell: Tipps für Gipfelstürmer

    Mit Kindern im Fjell: Tipps für Gipfelstürmer

    Spannende Klettersteige, wackelige Hängebrücken, kristallklare Bergseen. Im skandinavischen Fjell können sich Kinder richtig austoben. NORR präsentiert die schönsten Bergabenteuer in Schweden, Norwegen, Island und Finnland.

  • Aktivurlaub im Norden: Dörfer mit Erlebniswert

    Aktivurlaub im Norden: Dörfer mit Erlebniswert

    Der kleine Ort Gafsele ist ein internationales Zentrum für den Hundeschlittensport, andere Dörfer sind Hotspots für Wildwasserkanuten oder Langläufer. NORR hat sich auf dem Land umgeschaut und die zehn besten Abenteuerdörfer Schwedens besucht.

  • Credit_Petri_Jauhiainen_Vastavalo

    Finnland feiert 100. Geburtstag – NORR feiert mit!

    Die Finnen erlangten am 6. Dezember 1917, also heute vor genau 100 Jahren, ihre Unabhängigkeit. NORR sagt »Onneksi olkoon!« und feiert den Geburtstag mit einer Auswahl der schönsten Finnland-Reportagen!

  • Skandinavische Wälder als Abenteuer-Spielplätze

    Skandinavische Wälder als Abenteuer-Spielplätze

    Wild wachsende Bäume, von Moos bedeckte Felsen, reißende Gewässer und malerische Seen. Die skandinavische Natur bietet Groß und Klein natürliche Abenteuerspielplätze. NORR empfiehlt zehn Wald-Erlebnisse in Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen.

  • Nordschweden: Unsere Favoriten

    Nordschweden: Unsere Favoriten

    Eine Landschaft geschaffen von den Urkräften der Natur, mit Gletschern, Bergmassiven und rauschenden Wasserfällen. Nordschweden, wild und abenteuerlich, umfasst etwa zwei Drittel des Landes. NORR hat zehn Kleinode gefunden – neben Nordlicht und nicht untergehender Sommersonne.

  • Norwegen: Einzigartige Landschaftsrouten

    Norwegen: Einzigartige Landschaftsrouten

    Urlaub kann so einfach sein. Sachen packen, Auto beladen und losfahren – NORR stellt euch zwölf Landschaftsrouten an Norwegens Westküste vor, die bewegende Erlebnisse garantieren.

  • imagebank.sweden.se - Ola Ericson

    Ostschweden mit Stockholm: Unsere Lieblingsplätze

    An der Küste von Ostschweden liegt Stockholm, Hauptstadtperle des Landes und Heimat der NORR Redaktion. Wir zeigen unsere zehn Lieblingsplätze aus der Region – vom Wandern im Zauberwald bis zum Inselglück in Östergotland.

  • City-Guide Kopenhagen: Dänemarks grüne Hauptstadt

    City-Guide Kopenhagen: Dänemarks grüne Hauptstadt

    Ob die perfekte Laufstrecke, eine minimalistische Espressobar oder ein Markthallen-Mekka für Food-Nerds: NORR-Chefredakteur Gabriel Arthur verrät seine besten Tipps für einen grünen Kopenhagen-Besuch.

  • Prev
  • Next
Alle Guides anzeigen

Grüne Outdoor-Produkte

  • Prev
  • Next
Alle Produkte anzeigen

Weiter empfehlen

Extra für NORR-Abonnenten

Hier kannst du dich für den Premium-Bereich anmelden, um alle großen NORR-Reportagen in voller Länge zu lesen. Wenn du noch keine Zugangsdaten erhalten hast, schicke bitte eine Mail mit deiner Abo-Nummer an abo@norrmagazin.de.

Abonnieren & Premium lesen