NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Der Glaskogen bietet ideale Voraussetzung für eine skandinavische Fotosafari.

Ob beim Frühstück oder Abendessen, den typisch schwedischen Seeblick hat man immer vor Augen.

Seen soweit das Auge reicht.

Eine untergehende Abendsonne malt immer noch die schönsten Bilder.

In der absoluten Stille schwedischer Wälder erscheint selbst ein entfernter Flügelschlag endlos laut.

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Naturwunder erleben im Glaskogen Naturreservat

Text: Lisa Brech, Foto: Robert Sommer

Mit Zelt, Kamera und Campingkocher machten sich Lisa und Robert auf ins schwedischen Värmland, um im Glaskogen Nationalpark auf Fotosafari zu gehen.

Über Nacht hat es aufgehört zu regnen. Die Sonne scheint leicht durch den Kiefernwald hindurch, wie zufällig auf den Platz vor unserem Zelt wo wir es uns gerade zum Frühstücken gemütlich machen. Nach einigen Jahren Campingerfahrung gelingt das Kochei auch auf dem Bunsenbrenner perfekt und neben all den kulinarischen Annehmlichkeiten die zu einem schönen Frühstück gehören fehlt auch der für Schweden so typische Seeblick nicht: Wir schauen auf den Övre Gla, einen von unzähligen Seen im Glaskogen Naturreservat in Värmland. Die Gnitzen, die jetzt, Anfang Juni, zu tausenden auftreten scheinen noch zu schlafen, was für uns ein entspanntes Frühstück ohne nervige Stiche bedeutet.

Nach dem Essen erkunden wir die Gegend, nutzen dazu den Natur- und Kulturpfad Lehnungshammar. Eine leichte Wanderroute von gerade einmal fünf Kilometern Länge, aber dank Makroobjektiv kann man auch eine kurze Strecke ganz wunderbar in die Länge ziehen. Man muss nur aufmerksam sein, dann sieht man die Federgeistchen auf den Orchideen tanzen. Und das ist nur ein guter Grund von vielen, sich ins feuchte Gras zu legen und die Flora und Fauna am Rande des Weges abzulichten. Besonders der imposante Blütenstand eines gemeinen Knabenkrauts hat es uns angetan.

Die Wanderstrecke ist ein wunderbarer Querschnitt der schwedischen Landschaft, führt uns durch trockene Wälder, saftig grüne Moorlandschaften, vorbei an Seerosenfeldern über denen sich die Libellen im Wind wiegen. Am späten Nachmittag entdecken wir in einem anderen See eine kleine steinerne Insel, auf der eine Kiefer wächst und im ruhigen Wasser als Versinnbildlichung des Begriffes Schweden dienen könnte. Bei diesem Anblick können wir nicht widerstehen und nehmen ein Bad – und staunen nicht schlecht, als wir in der Ferne vier Prachttaucher entdeckten, die heimlich ihre Runden über den See drehen. Die seltenen und scheuen Vögel sind der beste Beweis für die Unberührtheit der Natur in dieser Gegend nahe der norwegischen Grenze.

Wir verbringen den Rest des Tages hier, gehen lediglich noch einmal zurück zum Zelt, um uns Verpflegung zu holen. Zum Abendessen picknicken wir auf diesem Stück Granit und geniessen den Ausblick. Der See liegt spiegelglatt zu unseren Füßen und es ist unbeschreiblich still. Leider scheinen sich die Gnatzen mittlerweile wieder an uns erinnert zu haben und schwirren wieder zu Hauf um uns herum.

Irgendwann lehne ich mich zurück, etwas zu ruckartig, denn mir fällt die Sonnenbrille vom Kopf, rutscht ins Wasser und sorgt dafür dass ich ein weiteres Mal ins hüfttiefe Wasser muss, jetzt um meine Brille vom Grund des Sees zu fischen. Dieses Mal vielleicht nicht ganz so freiwillig aber irgendwie trotzdem ein passender Abschluss für diesen Tag – im Wasser können wenigstens die Gnitzen nicht zustechen.

NORR-LESER

Lisa Brech und Robert Sommer lieben die Natur, die Fotografie und vor allem Schweden. Mehrmals im Jahr verschlägt es sie dorthin.

2.13

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