NORR AUSZEIT Mission Moschus

FOTOABENTEUER IM DOVREFJÄLL | DIASHOW STARTEN

berganslogo_2012_pan_neg

MISSION MOSCHUS

 

Zehn Fotografen, ein Ziel:

 

Im norwegischen Dovrefjell
Europas letzte Moschusochsen
zu finden und zu fotografieren.

 

Unser NORR-Reisefotograf
Günter Valda war mit dabei.

Günters Reportage lesen:

Mission Moschus:
Expedition ins Dovrefjell

Natur nachhaltig erleben:
:

berganslogo_2012_pan_neg
Nordische Schatzkiste: 10 vergessene Reiseziele

Nordische Schatzkiste: 10 vergessene Reiseziele

Vergessene Inseln, historische Berge und kristallklare Seen. NORR präsentiert zehn nordische Outdoorgebiete in Skandinavien.

SCHWEDEN

#01 Der verzauberte See

Trekking. Rund 15 Kilometer westlich des Nationalparks Abisko liegt eine etwas weniger bekannte Wanderroute: Der Weg durch das Tal Kärkevagge, auf Nordsamisch Geargevággi, bedeutet auf Deutsch »Tal der Steine«.
Der Name ist Programm. In der Talsenke liegen enorme Steinblöcke, die der Landschaft eine dramatische Note verleihen. Die Felsformationen erinnern an die Steinskulpturen der Osterinseln und sind eine echte Seltenheit in der schwedischen Fjällwelt.

Im Süden grenzt das Tal an eine hohe Felswand und den kleinen blaugrünen See Trollsjön. Der verzauberte See – so die deutsche Bedeutung – ist das Gewässer mit der größten Sichttiefe in Schweden. Sie beträgt rund 35 Meter. Ausgangspunkt für Wanderungen in Kärkevagge sind Abisko, Björkliden oder Riksgränsen. Von Vassijaure und Låktat- jåkka führen jeweils markierte Wanderwege in das Tal hinein.
sj.se
abisko.nu
bjorkliden.com
riksgransen.nu

 

#02 Schwedens höchster Berg »ANNO 1879«

Bergsteigen. Am 28. Juli 1879 erreichte der Kartograph Gustaf W. Bucht den höchsten Gipfel Schwedens – den Sarektjåkkå im Sarek-Nationalpark. Zuvor galt der Sulitelma einige Kilometer weiter westlich als höchster Berg des Landes. Doch Gustaf W. Bucht, der die lappländischen Fjälls für das Militär kartographiert hat, stellte fest, dass der Sarektjåkkå tatsächlich noch höher war.

Die Gipfelbesteigung war der Höhepunkt einer monatelangen Expedition, die Bucht zusammen mit einem Major des Militärs in Luleå begonnen hatte. Ihr Ziel war Jokkmokk, der Außenposten der Zivilisation, den sie mithilfe eines Bootes und Pferdestärken erreichten.

Dort stellten sie sieben samische Träger ein und drangen weiter in die Wildnis vor. Auf den letzten Etappen war Bucht mit drei der Träger alleine unterwegs.
»Nach einer beschwerlichen und abenteuerlichen Wanderung durch die lappischen Gebiete, war es mir vergönnt, den Fuße des Sarjek zu erreichen«, schrieb Bucht hinterher. (Der Sarektjåkkå wurde damals Sarjek genannt.) Dort schlugen sie ihr Lager auf und warteten auf besseres Wetter.

Als am 28. Juli die Sonne heraus kam, begannen sie mit dem mühevollen Aufstieg. Zum Schluss erreichten sie ihr Ziel. »Die Lappen saßen noch dort, wo ich sie verlassen hatte. Da sie meine Instrumente zu tragen hatten, war der Weg zum Gipfel für sie beschwerlicher. Alsbald begannen sie aber, sich zu bewegen und so stiegen sie langsam nach oben, wo ich sie mit einem freudigen Hurra begrüßte«. Ganz im Stil der Zeit wurden die drei Samen nicht namentlich genannt und Bucht alleine wurde die Ehre zuteil, den höchsten Berg Schwedens bestiegen zu haben. Sie währte jedoch nur kurz.

Einen Sommer später setzte Bucht seine Expedition in den lappländischen Fjälls fort und erreichte den Kebnekaise. Er erkannte, dass dieser Berg noch höher als der Sarektjåkkå war. Diese Kunde erreichte kurze Zeit später den französischen Kartographen Charles Rabot, dem im Sommer 1883 die Erstbesteigung des südlichen Gipfels gelang. Doch noch heute ist der Sarektjåkkå mit seinen drei Gipfeln nicht ganz leicht zu bezwingen. Die Begleitung durch einen Bergführer ist empfehlenswert, es sei denn man verfügt über die nötige Erfahrung in hochalpinem Gelände. Sollte unterwegs etwas schief gehen, ist man erst mal aufgeschmissen.
stfturist.se
sbo.mountainguide.se

 

#03 Wandern im Zauberwald

Trekking. Der Bergslagsleden, ein Wanderweg in Mittelschweden, ist 280 Kilometer lang und führt fast ausschließlich durch den Wald. Die Wanderung beginnt im zauberhaften Nationalpark Tiveden am Vätternsee.

Das ist eine außergewöhnlich wilde Waldlandschaft, die an das ursprüngliche, nordische, unberührte Schweden erinnert: ein wunderbares Durcheinander von Felsspalten, Steinblöcken, Baumwurzeln, Bächen, Seen und Wasserlachen. Der Weg ist in 17 Etappen eingeteilt. An jedem Etappenziel gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit.
bergslagen.se 

 

#04 Frühling im Paradiestrekking

Trekking. Fast alle naturbegeisterten Schweden kennen den Tyresta-Nationalpark im Südwesten von Stockholm, der einen der größten Urwälder südlich des Polarkreises beherbergt. Sehr viel weniger kennen auch das benachbarte Naturreservat Paradiset (dt. das Paradies). Es liegt etwas weiter westlich am Wanderweg Sörmlandsleden. Nach Tyresta kommen hauptsächlich outdoorbegeisterte Menschen. Den Weg ins Paradies finden vornehmlich Hundebesitzer, Familien mit Kindern und Spaziergänger. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden, doch auch im Paradies kann man eine mehrtägige Wanderung mit Rucksack und Zelt machen. Auch hier gibt es tiefe Urwälder, Sümpfe und Waldseen.

Neben dem Sörmlandsleden gibt es drei weitere markierte Wanderwege, zahlreiche Möglichkeiten, sein Zelt aufzuschlagen, drei Windschutzhütten und eine kleine Kaffeehütte, in der man auch übernachten kann. Außerdem liegen hier die beiden Hütten Ugglekojan und Orrkojan. Die erste verfügt über zwei Liegen und einen kleinen Kamin, die andere hat vier Betten und eine tolle Aussicht – sie liegt nämlich auf dem höchsten Berg von Stockholm, dem Tornberget (111 Meter). Hier gilt das Prinzip, wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Doch wer an einem Wochentag hierher kommt, hat gute Chancen auf ein Bett und echte Wildnis.
sormlandsleden.se 
paradiset-hanveden.se

 

#05 Die blutigen Inseln

Kajak. Vom Kajak aus sehen die Själbådarna-Schären aus wie sechs flache Felsinseln, wie es sie zu Hunderten im Schärengarten von St. Anna gibt. Nichts deutet darauf hin, dass sich hier ein geschichtsträchtiger Ort verbirgt. Ein Ort, an dem die Einwohner von Harstena, eine Art schwedisches Naturvolk, jahrhundertelang Robben gejagt haben. Die Själbådarna-Schären waren bis zum Zweiten Weltkrieg der größte Tummelplatz für Kegelrobben in Europa. Im Vorsommer und Spätherbst schwammen sie in Massen hierher. Es gibt keine wissenschaftlichen Erhebungen über die genaue Anzahl, doch man geht davon aus, dass sich um die sechs Inseln herum in der Vergangenheit bis zu 30 000 Robben versammelt haben.

Die nächste bewohnte Insel war und ist Harstena – heute ein beliebter Treffpunkt für Paddler. Hier kann man Proviant einkaufen, den Wasservorrat auffüllen und ein letztes Mal im Restaurant essen bevor man wieder in See sticht. 1757 kauften die Einwohner Land und Wasser frei und bekamen das alleinige Jagdrecht für die Robben. Seitdem gehören die Själbådarna-Schären zu Harstena. Die Einwohner von Harstena wurden so zu Schwedens besten Robbenjägern.

Wenn der Dorfvorsteher mit seinem Fernglas sah, dass die Robben an Land kletterten, rief er alle Männer zusammen. Sie stiegen in ein Ruderboot mit 15 Plätzen. Alle hatten Steigeisen unter den Stiefeln, um nicht auf dem Blut- und Wassergemisch auszurutschen. Außerdem hatten sie Schlagstöcke mit gebogenem Knauf und Eisenbeschlag aus Eiche dabei. Meistens waren sie nachts unterwegs, wenn die Robben nicht auf der Hut waren. Nach der Fahrt über das offene Meer, legten sie an einer der größeren Inseln an. Die Männer sprangen an Land. Dann folgte ein blutiger Kampf. Über hundert Robben konnten während einer erfolgreichen Nacht getötet werden.

Wenn man diese blutige Geschichte kennt, ist ein Besuch auf den Inseln ein faszinierendes Erlebnis. Man hört das Rauschen der Wellen, sieht einige Möwen zum Flug ansetzen. Alles wirkt sehr friedlich. Ein bisschen weiter nördlich befindet sich eine Robbenkolonie, doch rund um Harstena gibt es nur vereinzelt Tiere. In den 50er und 60er Jahren sank der Robbenbestand in der Ostsee aufgrund neuer Insekten-vernichtungsmittel wie DDT, die man in der Landwirtschaft einsetzte, dramatisch.
harstena.nu 
stannakajak.com 

 

FINNLAND

#06 Finnische Einsamkeit

Trekking. Der Lemmenjoki-Nationalpark im äußersten Norden Finnlands ist ein Traum für jeden Wanderer. Der mit 2860 Quadratkilometern größte Nationalpark Finnlands bietet gänzlich unberührte Natur, einzigartige Urwälder und nur wenige markierte Wege. Statt auf Menschen trifft man eher auf Rentiere, die mit ihren Herden unterwegs sind. Auch eine Braunbär-Population ist hier heimisch. Ein Teil des Parks verfügt über Wanderwege, Windschutzhütten, Übernachtungshütten und Feuerstellen. Der Park grenzt an den Övre Anarjokka Nationalpark in Norwegen.
outdoors.fi/lemmenjokinp

 

 NORWEGEN

#07 Norwegische Schluchten

Canyoning. Beim Stichwort Canyoning denken viele an Korsika, wo sich die Anhänger dieser Trendsportart treffen, um sich durch tiefe Schluchten und Wasserfälle zu kämpfen. Doch auch in Skandinavien gibt es einige Hotspots fürs Canyoning. Südöstlich des norwegischen Skiortes Trysil liegt Støtfjellet. Dort donnert der Røafallen über steile Felsen hinunter. Wie auf Korsika auch, braucht man hier Neoprenanzug, Schwimmweste, Schuhe und Helm. Es ist jedoch nirgendwo so steil, dass man sich abseilen muss – man kann einfach springen. Vorausgesetzt man weiß einen zehn Meter hohen Sprung ins Wasser zu schätzen.

Der Røafallen ist ein Erlebnisbad mitten in der Natur. Trotzdem ist es hier nicht überlaufen. Das könnte vielleicht an dem etwas abschreckendenden Ende des Canyoning-Parcours liegen: Ein 42 Meter hoher Wasserfall, der erst über einige Felsvorsprünge und Klippen fließt, um wenig später in freiem Fall 15 Meter nach unten zu schießen. Hier sollte man sich auskennen, sonst kann man schnell in Lebensgefahr geraten. Man kann auf halber Höhe einsteigen, die ersten Meter abwärts rutschen und sich dann fallen lassen. Doch sollte man dies nur als erfahrener Canyoning-Sportler tun. Anfänger können sich mit einem Guide in die Fluten stürzen. Im Ernstfall kann man einfach um die höchsten Sprünge herum gehen. Nordäventyr hat die besten Guides für so ein Abenteuer.
nordaventyr.se

 

#08 Abfahrt in der Mitternachtssonne

Mountenbike. Das Fagernesfjell in Narvik lockt mit der wahrscheinlich schwindelerregendsten Mountainbike-Abfahrt Skandinaviens. Die Route, die einen Höhenunterschied von 550 Metern überwindet, führt direkt in die Stadt – und ans Meer. Eine überwältigende Aussicht auf Fjorde, Berge und die Lofoten bietet sich hier. Auf den Berg fährt man mit einer Gondelbahn.

Die Liftanlage ist, wie das Gipfelrestaurant, im Sommer von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts geöffnet. So bietet sich das einzigartige Erlebnis einer Downhill-Abfahrt bei Mitternachtssonne.
narvik.no

 

#09 Die Reissenden Gewässer von Sjoa

Kajak. Wer die norwegische Fjellnatur erleben und gleichzeitig seine Air Blunts, Back Stabs oder Kick Flips und andere Kajaktricks trainieren will, sollte sich zum Fluss Sjoa in Heidal begeben: Hier liegt das skandinavische Wildwasser-Mekka. Im unteren Teil, wo früher Holz geflößt wurde, ist die Strömung kräftiger und der Flusslauf schnell. Jedes Jahr im August wird hier das bekannte Sjoa-Festival veranstaltet. Ein echtes Highlight für Wildwasserfans.
visitbeitostolen.no

 

DÄNEMARK

#10 Wilde natur in Dünemark

Geologie. Wer bei Dänemark nur an flaches, weites Land denkt, liegt daneben. Auf der Insel Mön in der dänischen Südsee erheben sich spektakuläre Kreidefelsen aus dem Meer. Sie gehören zu den meist besuchten Natursehenswürdigkeiten Dänemarks. Der alte Buchenwald und die besondere Pflanzenvielfalt, die auf dem kalkreichen Boden gedeiht, machen den Ort zu einem Paradies für Naturliebhaber. Auch für Hobby-Geologen gibt es an der Steilküste jede Menge zu entdecken: Vom Strand aus sind die einzelnen Kalkschichten der Felsen sehr gut zu erkennen.
moensklint.dk

 

 

SKANDINAVIEN GUIDES

Skandinavien Guide_klein

Reiseführer für die nordischen Länder – mit den schönsten Naturerlebnissen und wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

Fjellnorwegen

Fjordnorwegen

Nordschweden

Westschweden

Ostschweden

Südschweden

Jütland, Dänemark

Seeland, Dänemark

OUTDOOR GUIDES

Outdoor Guide

Höhepunkte in der skandinavischen Wildnis: Die besten Outdoor-Aktivitäten, schönsten Plätze und spannendsten Events.

Wildnisschulen

Wildnisführer

Natur-Genuss

Frühling im Norden

Stockholmer Sommer

Skandinavischer Herbst

Hotels in Eis und Schnee

Skihütten im Fjäll

Elchsafari

Gruppenwanderungen

Grüne Reiseziele

Vergessene Reiseziele

Magische Wälder

Wettkämpfe in der Wildnis

Aktivurlaub

CITY GUIDES

goteborg_assner-768x430

Insider-Tipps für Reisen in die skandinavischen Metropolen: Hotels, Cafés, Essen, Natur, Aktivitäten und Ausflüge.

Stockholm

Göteborg

Malmö

Kopenhagen

Helsinki

LINKS NACH NORDEN

Links nach Norden

Informationen und Links zu den wichtigsten Anbietern von Skandinavienreisen, Ferienhäusern und Produkten aus dem Norden.

norrmagazin.de/links

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Skandinavien Reisen

  • Prev
  • Next
Alle Reisen anzeigen

Weiter empfehlen

Extra für NORR-Abonnenten

Hier kannst du dich für den Premium-Bereich anmelden, um alle großen NORR-Reportagen in voller Länge zu lesen. Wenn du noch keine Zugangsdaten erhalten hast, schicke bitte eine Mail mit deiner Abo-Nummer an abo@norrmagazin.de.

Abonnieren & Premium lesen