NORR AUSZEIT Meereswanderer

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Wanderer
des Meeres

 

3 Freunde.
3 Bretter.
3 Wochen.

 

Die Fotografen von Planet Visible entdecken
die arktische Inselwelt nördlich von Tromsø
auf dem SUP-Board.

 

Ein Abenteuer in faszinierender Natur,
bei dem sie das Einfache schätzen lernen
und mit großen Momenten belohnt werden.

Reportage lesen:

»Wanderer des Meeres«

Visuelle Stories:

Mit den Huskys unterwegs

Auf Skiern durch die Natur

Kost und Logis sind ein Highlight in Røros

»Verantwortungsvolles Reisen in naturbelassene Gegenden, das die Umwelt schont und die Lebensbedingungen der Einheimischen verbessert.«

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Røros: Öko aus der Grube

Text: Johann Augustin, Foto: Roger Borgelid

Lange war Røros nur eine vergessene Bergbaustadt im norwegischen Fjell. Dann machte die Kombination aus Nachhaltigkeit, gutem Essen und Outdoor-Aktivitäten das Städtchen zu einer der erfolgreichsten Urlaubsdestinationen im Norden.

Vor zehn Jahren war die Londonerin Anette Harris schon einmal in Røros. Jetzt ist sie mit ihrem Mann Neil hergekommen. In den vergangenen Tagen haben die beiden das Eisangeln auf einem kleinen See ausprobiert, sind mit dem Schneescooter gefahren, haben das Grubenmuseum besucht und die Altstadt mit ihrer Bausubstanz aus dem 17. Jahrhundert erkundet. Das einzig Negative, was ihnen zu Røros und Norwegen im Allgemeinen einfällt, ist das Preisniveau. »Ein Abendessen kostet rund 1 200 norwegische Kronen. Nach englischen Maßstäben ist das viel«, sagt Neil Harris.

Aber heute ist eine Hundeschlittenfahrt durch die Winterlandschaft angesagt. Das darf gerne etwas kosten. Der Veranstalter Alaskan Husky Tours hat seinen Sitz in den Wäldern bei Os, eine halbe Stunde Autofahrt von Røros. Fünfzig gut trainierte Arbeitskollegen jaulen und kläffen erwartungsvoll, weil sie hoffen, für eines der insgesamt vier Schlittengespanne ausgewählt zu werden, die gleich starten sollen. An den Hundehütten hängen kleine Holzschilder mit den Namen der Sprinter und Nummern, die ihren jeweiligen Platz im Gespann verraten. »Wolf« freut sich, als Guide Ken Öien ihn aus seinem Hüttengeschirr befreit.

Ein paar Minuten später ziehen sechs vor Adrenalin strotzende Muskelpakete unser Gespann auf der Schlittenspur durch den Birkenwald. Das Einzige, was man hört, ist das Geräusch des Holzschlittens, der den Schnee durchschneidet, das Keuchen der Hunde und die Bremsen, die aus Gleisketten schneetauglicher Kettenfahrzeuge hergestellt sind.

Der Fotograf Roger Borgelid und ich sind nach Røros gefahren, weil wir verstehen möchten, warum diese alte Grubenstadt und die Natur, die sie umgibt, immer mehr Besucher anlocken. In der Theorie ist der Ökotourismus, seit dieser Begriff Ende der Achtzigerjahre erfunden wurde, »everybody’s darling«: ökologisches Essen, unverfälschte Naturerlebnisse und Reiseformen, von denen die Bevölkerung vor Ort profitiert – was kann es Besseres geben? In der …

Røros

Die Geschichte von Røros reicht bis in die Mitte des 17. Jahrhunderts zurück, als man in der Gegend Kupfer entdeckte und die Stadt um die Fundstellen herum aufbaute. Seit 1980 gehört Røros zum Weltkulturerbe der UNESCO. Der Ort hat etwa 3 000 Einwohner. Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig.
roros.no

Unterkunft

Røros Hotell ist ein großes, modernes Hotel mit Restaurants, Bars, Schwimmbad, Sauna, Kinderspielzimmer und Konferenzeinrichtungen.
roroshotell.no

Der Erzscheidergården ist ein familiengeführtes, gemütliches Hotel, in dem man sich wie zu Hause fühlt. Auf der Speisekarte stehen nur Gerichte mit Zutaten aus lokaler Produktion.
erzscheidergaarden.no

Anreise

Mit dem Auto oder mit dem Bus braucht man von Oslo nach Røros etwa fünf Stunden. Es gibt tägliche Zugverbindungen nach Oslo und Trondheim. Die Fluggesellschaft Widerøe fliegt zweimal täglich von Oslo nach Røros, der Flugplatz liegt wenige Minuten vom Ortszentrum entfernt.
wideroe.no

Ökotourismus

Das, was man heute Ökotourismus nennt, entwickelte sich in den Siebzigerjahren als Protest gegen den Massentourismus. Der Grundgedanke war – und ist –, dass man als Tourist die Gegenden, in die man reist, nicht zerstören, sondern schützen und fördern sollte. Ende der Achtzigerjahre befreite sich der Ökotourismus aus der alternativen Nische, wurde kommerzieller und etablierter. 1990 formierte sich »The International Ecotourism Society« (TIES), eine Initiative der Amerikanerin Megan Epler Wood, die seitdem als Ikone des Ökotourismus gilt. Ihre Definition trifft noch immer den Kern der Sache: »Verantwortungsvolles Reisen in naturbelassene Gegenden, das die Umwelt schont und die Lebensbedingungen der Einheimischen verbessert.«

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