NORR AUSZEIT Hoch hinaus auf den Halti – ein Reisetagebuch

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Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Zuerst fünfzehn Kilometer Skiklettern ... und dann einfach auf dem schnellsten Weg abwärts. Freiheit!

Ahkká – die Urmutter.

Nach zwölf Stunden auf dem Berg fehlt nur der Champagner.

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Tanz mit Lapplands Königin: Skitour am Áhkká

Text: Gabriel Arthur. Foto: Håkan Hjort.

Áhkká, der heilige Berg der Samen, liegt an der Grenze zum Nationalpark Sarek. Nur wenige haben im Winter seinen Gipfel bestiegen, und niemand ist auf Skiern heruntergefahren. Das heißt, bevor das NORR-Team dort ankam…

Zwischen den bedrohlichen Wolken auf der anderen Seite des Sees versteckt sich Áhkká, der heilige Berg der Samen, auch »Königin von Lappland« genannt. Ein großartiger, karger Berg mit sieben Gipfeln, die allesamt schöne samische Frauennamen tragen. Die schwedischen Namen sind weniger poetisch; der höchste, 2 015 Meter über dem Meeresspiegel, heißt Stortoppen, was einfach »der große Gipfel« bedeutet. An diesem stürmischen, schneereichen Morgen ist jedoch kein einziger Gipfel zu sehen. Der Höhenunterschied zwischen dem Seeufer und Stortoppen beträgt 1 550 Meter und ist verteilt auf eine Ski- und Kletterstrecke von etwa fünfzehn Kilometern. Die Wolkendecke wird vorübergehend dünner, und wir sehen flüchtig den ausgedehnten Gletscher vor uns.Aber bislang standen nur wenige Menschen im Winter auf Áhkkas höchster Spitze, obwohl sie als einer der besten Aussichtsplätze Schwedens gilt. Von dort oben soll man den ganzen Sarek-Nationalpark überblicken können, Europas größte Wildnis, eine Schneewüste mit kargen Bergen und sanften Tälern. Im Norden, heißt es, seien Kebnekaise und andere hochalpine, einsame Gebirgsregionen zu sehen. Doch dieser Berg ist in der kalten Jahreszeit nur schwer zu bezwingen. Die größten Herausforderungen für jeden, der in der schwedischen Wildnis auf Skiern unterwegs ist, sind nicht etwa große Höhenunterschiede, die Lawinengefahr, die dünne Luft oder Gletscherspalten – auch wenn hier ab und zu Lawinen niedergehen. Die Herausforderung besteht vielmehr in der Entfernung von der Zivilisation, falls einmal etwas schief geht, und in den unberechenbaren, risikoreichen Wetterverhältnissen. Aber es macht kaum Sinn, auf Sonnenschein zu warten, denn sonst wartet man womöglich bis zum Sommer. Bergabenteuer in diesem Teil Schwedens fi nden meistens im Nebel statt.

KEINE AUDIENZ BEI LAPPLANDS KÖNIGIN

Drei erfahrene Bergsteiger begleiten mich. Der Naturfotograf Håkan Hjort hat wohl mehr Zeit im Sarek verbracht als sonst …

ÁHKKÁ

Áhkká, eines der imposantesten
Bergmassive Schwedens, liegt
im Nationalpark Stora Sjöfallet.
Der Name kommt aus dem
Samischen und bedeutet »alte
Frau«.                                                                                                                           icon_flightMan fährt am besten mit
dem Auto von Gällivare oder
von Jokkmokk bis Ritsem, wo die
Straße endet. Dann geht es noch
etwa zehn Kilometer auf Skiern
oder im Motorschlitten über den
See, bis zu den Áhkká-Hütten des
Schwedischen Tourismusverbandes
(nähere Informationen:
+46-8 463 22 70). Von Gällivare fahren
auch Busse. Fahrplan-Auskunft:
+46-970 100 84.

stfturist.se

Icon accomodationDie Hütten liegen drei bis
vier Kilometer nordöstlich der
Áhkká und sind ein sehr gutes
Basislager für Touren an der
Nord- oder Ostseite des Berges.
Außerdem kann man natürlich
im Nationalpark Stora Sjöfallet
zelten.
icon_infoSkitouren am Áhkká sind mit
einigen Risiken verbunden, wie
Lawinengefahr und Gletscherspalten.
Die Ausdehnung des
Bergmassivs kann die Orientierung
erschweren, und das
Wetter ändert sich sehr schnell.
Man braucht gute Kenntnisse
über das Fjällgebiet und eine
Ausrüstung mit LVS-Gerät, Sonde,
Schaufel, Kompass, Karte etc., für
einige der Gipfel auch Steigeisen,
Pickel, Klettergurt und Seil.
Die beste Zeit für Touren sind die Monate April/Mai.

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