NORR AUSZEIT Meereswanderer

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Wanderer
des Meeres

 

3 Freunde.
3 Bretter.
3 Wochen.

 

Die Fotografen von Planet Visible entdecken
die arktische Inselwelt nördlich von Tromsø
auf dem SUP-Board.

 

Ein Abenteuer in faszinierender Natur,
bei dem sie das Einfache schätzen lernen
und mit großen Momenten belohnt werden.

Reportage lesen:

»Wanderer des Meeres«

Visuelle Stories:

Das Rapadalen gehört zu den schönsten und urtümlichsten Gegenden des Sareks - und kommt ganz ohne markierte Wanderwege aus.

Einsamkeit so weit das Auge reicht. Der Sarek gilt nicht umsonst als letzte Wildnis Europas.

Die Natur bietet vielfältige Ausblicke und wechselndes Wetter: Schnee, Nebel und Frost gehören zum Herbst-Programm.

Erleichtert und glücklich: Peter und Fredrik haben es geschafft, die Wildnis zu bezwingen.

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Wilde Wege im Sarek Nationalpark

Text: Peter Persson. Foto: Henrik Witt

Der Sarek ist das größte Wildnisgebiet Skandinaviens. Die größte Herausforderung für Wanderer liegt zwischen einsamen Fjälls, Gletschern, Stromschnellen und weitläufigen Tälern auf der Südseite des Rapadalens. Hier ist das Gelände urtümlich und nahezu wegelos. Peter Persson und Fredrik Österman sind auf Trampelpfaden direkt ins wilde Herz des Nationalparks gewandert.

Das Gefühl, in der Wildnis zu sein, kommt ganz unvermittelt. Nach dem ersten Nachtlager auf einer Sandbank im Süden des Laitauredeltas haben wir die Landschaft auf uns wirken lassen, die Herbstfarben und die klare Luft genossen und sind dem Flusslauf in nordwestlicher Richtung gefolgt. Nachdem wir einige kleinere Bäche durchwatet haben, durchquert Fredrik ein zwei Meter breites Flussbett. Dann sieht er den großen männlichen Bären. Der stromert einen Abhang hinunter und steuert einen fünfzig Meter entfernten Teich an. »Ein Bär!«, höre ich Fredrik schreien. Das Tier, inzwischen am Ziel, stellt sich hin und trinkt. Ich versuche meine Kamera aus dem Rucksack zu zerren, um ein Bild zu machen. Uns bleibt keine Zeit, darüber nachzudenken, ob der Bär auf uns zukommt oder in der Gegenrichtung unterwegs ist. Das Adrenalin rauscht durch den Körper. Es ist ein gewaltiges Erlebnis, das größte Raubtier Schwedens so nah vor sich zu sehen. Der Bär stellt sich vorsichtig auf die Hinterbeine, schnuppert in unsere Richtung, lässt den Oberkörper wieder sinken und zieht sich zwischen die Bäume hinter dem Teich zurück. Als ich endlich die Kamera in den Händen halte, hat die Vegetation ihn schon verschluckt.

Abenteuer Wildnis

Es ist Anfang September. Wir haben uns entschieden, die Tour so spät zu machen, um die beiden größten Störfaktoren im Fjäll auszuschalten: Mücken und Menschen. Jetzt stehen die Chancen, wilde Tiere zu sehen, besonders hoch. Das Rapadal erstreckt sich über fast fünfzig Kilometer. Der nördliche Teil des Wasserlaufs, der das Tal durchfließt, lockt im Sommer die Wanderer an. Aber auf der Südseite des Tals gibt es weder Markierungen noch Wanderwege. Nur Wild- und Trampelpfade. Wir sind mitten im Abenteuer Wildnis. Frei, aber auch ungeschützt. Einerseits sind wir zwei …

Nationalpark Sarek

Anreise

Mit dem Nachtzug bis Gällivare und von dort mit dem Bus zur Fjällstation in Saltoluokta. Von hier bis zur Aktse-Hütte sollte man zwei Tagesmärsche auf dem Kungsleden einplanen. Von Aktse geht es per Boot weiter ins Delta des Rapadalen. Alternativ kann man den Nachtzug bis Murjek nehmen und von dort den Bus zur Fjällstation in Kvikkjokk. Von dort sind es ebenfalls zwei Tagesmärsche auf dem Kungsleden bis zum Eingang des Rapadalen. Auf Anfrage kann man sich per Boot weiter in das Delta fahren lassen.

Der nächste Flughafen ist in Gällivare. Von dort fährt ein Bus nach Saltoluokta. Via Ritsem, Suorvadammen oder Seitevare kann man den Sarek auch direkt zu Fuß erreichen.

Von Ritsem, Suorvadammen oder Seitevare kann man den Sarek auch direkt zu Fuß erreichen.

 

Tourenvorschlag

Tag 1: Laitauredeltat
Tag 2: Laitauredeltat – Litnokstugan – Gådokjåhkå
Tag 3: Gådokjåhkå – Bielloriehppe
Tag 4: Bielloriehppe – Sarvesjåhkå (Rovdjurstorget)
Tag 5: Sarvesjåhkå (Rovdjurstorget) – Bielavallda (Pelaslätten)
Tag 6: Bielavallda (Pelaslätten) – Guhkesvakkjåhkå
Tag 7: Guhkesvakkjåhkå – Sourvadammen

Gut zu wissen

Das Gepäck sollte so wenig wie möglich wiegen, darf aber nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Flussdurchquerungen sollten mit der nötigen Vorsicht durchgeführt werden, reißendes Wasser sollte nach Möglichkeit nicht über Kniehöhe gehen. Wasserdichte und atmungsaktive Bekleidung ist ein Muss.

 

Kleines Wörterbuch

Vildmark = Wildnis

Knähögt = Kniehoch

Vandringsstavar = Wanderstöcke

Glaciär = Gletscher

Rovdjur = Raubtier

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