NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Struktur und Anordnung der Fassade übertragen den umgebenden Wald in die Architektur der Villa Ygne.

Der Kamin bildet das Zentrum des Hauses und kann von innen wie außen bedient werden. Der Raum öffnet sich zur Natur.

Elemente des Schiffbaus wurden architektonisch übersetzt, um den Raum bestmöglich auszunutzen.

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Nordische Architektur Häuser zum Leben

Text: Jon Steinfeld. Foto: Åke E:son Lindman

Häuser haben nicht mehr nur die Funktion ein Dach über dem Kopf zu bieten. Ihre Ordnung ist an individuelle Bedürfnisse angepasst. NORR-Architekturkolumnist Jon Steinfeld über das skandinavische Einrichtungs-Prinzip.

Je weiter im Norden, desto größer wird die Bedeutung, die die Wohnung für das Wohlbefinden eines Menschen hat: Der Winter lang, der Frühling nass, der Herbst stürmisch – und der Sommer unsicher. Es ist also selbstverständlich, dass sich über die Jahrhunderte ein besonderer Umgang mit der Architektur, den Räumen und den Möbeln entwickelt hat. Wenn man sich viel in den eigenen Räumen aufhält, wenn sie für viele Zwecke nutzbar sein sollen – nicht nur zum Essen, Entspannen und Schlafen, sondern auch für den Großteil des sozialen Umgangs – entstehen besondere Anforderungen an die Ordnung.

Den geübten Umgang erkennt man an der Vielzahl von kleinen Nutzräumen, die den großen, offenen Aufenthaltsräumen zugeordnet sind. Kaum ein Haus, das nicht über einen zweiten Eingang verfügt – dem »Grobeingang«, eine Schleuse mit Brause und Bodenablauf. Schmutziges – sei es Mensch, Tier oder Gerät – kommt nur hier in das Haus. Schlaf- und Kinderzimmer verfügen über einen Nebenraum oder einen begehbaren Einbauschrank, der Ankleide und Stauraum zugleich ist. Nur das aktuell Genutzte verlässt diese Zimmer und wandert nach Gebrauch wieder zurück.

Solche Räume vermindern die Größe der Haupträume. Sie schaffen aber einen Mehrwert, der in Quadratmetern nicht zu messen ist: eine gegebene Ordnung. Diese greift viel weiter in das Leben ein, als auf den ersten Blick zu vermuten wäre. Sind nämlich die Ablage- und Stauflächen fest definiert, muss man eines lernen: aufzuräumen und Unnötiges als solches zu definieren. Einen Frühjahrsputz gibt es im Norden dennoch – denn viel schöner, als Unordnung in Ordnung zu verwandeln, ist es, eine bestehende Ordnung zu einer noch besseren Ordnung zu machen.

 

 

 

 

 

NORR-KOLUMNIST
JON STEINFELD

jon_steinfeld

Jon Steinfeld ist Gründer des Architekturbüros »loftwerk« mit Sitz in Karlsruhe und München. Als gebürtiger Schwede und Autor mehrerer Publikationen präsentiert Jon in NORR die neuesten Entwicklungen in der skandinavischen Architektur.

www.loftwerk.de

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Ein Haus im Norden – Skandinavisches Design  Raumkonzepte Architektur ist im DVA Verlag erschienen. ISBN: 978-3-421-03856-2

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