NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Unser Ziel sind die Felsen dort oben, die aussehen, als stützten sie die Wolken. Nicht nur der Anstieg, sondern auch die Aussicht raubt uns beinahe den Atem.

Während der Wirtschaftskrise in den 90er Jahren, die die Färinger besonders hart getroffen hat, sind die meisten Jugendfreunde der Familie Törnroos ausgewandert.

Gjógvs hat nur wenige Häuser, die nahe beieinander stehen, als ob sie Geborgenheit suchten. Das Dorf ist den Kräften von Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt.

Es braucht eine große Mannschaft, um die Schafe im Fjäll ausfindig zu machen und für die Schlachtung einzusammeln.

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Auf den Schafsinseln: Geheimnisvolle Färöer

Text: Karin Wallén Fotos: Henrik Witt

Eine dramatische Insellandschaft, die sich aus dem Nordatlantik erhebt, und eine Sprache, die an das Altnordische erinnert: Die Färöer sind eine der exotischsten Gegenden Skandinaviens, und sie sind bewohnt von Menschen, die ihren eigenen Weg gehen wollen.

Draussen regnet und stürmt es, aber in dem nagelneuen Reihenhaus bei Tórshavn ist es warm und gemütlich. Der Küchentisch biegt sich unter Torten, Kuchen und Kaffeetassen. Inna Törnroos feiert ihren 38. Geburtstag, und die Tür steht offen für alle, die sie kennen. »Hier gibt es drei Sorten Wetter: schlechtes Wetter, gutes Wetter und Frauenwetter«, sagt ein Mann und nimmt sich ein Stück Torte. Eigentlich wollte er längst wieder auf seiner Heimatinsel sein, aber wegen des Sturms konnte er nicht fahren. So etwas passiert auf den Färöern immer wieder. Die kleine Inselgruppe im Nordatlantik liegt nicht nur am Ende der Welt, sondern hat auch ein äußerst launisches Wetter, das den Alltag der Einwohner beherrscht.

Die Inseln sind durch Fähren und subventionierten Hubschrauberverkehr miteinander verbunden, aber wenn es stürmt, dann stürmt es, und dann kommt man in »The Land of Maybe« nirgendwohin. Peter, Innas Vater, nickt zustimmend. Das Wetter trifft die Entscheidungen. Wenn jemand das weiß, dann er. Fünfzig Jahre lang hat er auf Krabbenkuttern im nördlichen Fahrwasser gearbeitet, ist um Island und Spitzbergen gefahren, an der Labradorküste entlang und um die kanadische BaffinInsel. Tonnenweise wurden die Krabben aus dem Meer gezogen und an Bord tiefgefroren, damit man sie dann irgendwo auf dem Festland verkaufen konnte. In den sechziger Jahren ließ er sich auf Grönland nieder, wo er zusammen mit anderen färingischen Familien ein paar Häuser baute und ein kleines Dorf gründete. Sie blieben dort einige Jahre wohnen, bis die Fanggründe immer weniger hergaben. Da rissen sie die Häuser ab und zogen weiter.

Zwischen Tradition und Moderne

Die Färinger sind es gewohnt, dorthin zu ziehen, wo sie Arbeit finden. Inna hat zwei Brüder, die ihren Lebensunterhalt damit verdienen, Bedarfsgüter zu Erdölplattformen in der Nordsee zu transportieren. Sie selbst entschied sich für ein Studium in Schweden, wo sie 19 Jahre blieb. Vieles hat sich seitdem verändert. …


Unsere Definition von skandinavien

Diese Reportage war unsere erste größere Strecke über die Färöer-Inseln. Wir haben uns damit auch zu einer großzügigen Interpretation von »Skandinavien« bekannt. Genau genommen gibt es eine geografische, eine kulturell-historische und eine zeitgenössische, eher allgemeinere Definition. Die geografische bezieht sich nur auf die skandinavische Halbinsel und umfasst ausschließlich Schweden und Norwegen. Die kulturell-historische Definition ist etwas breiter und umfasst auch noch Dänemark. Die moderne Variante schließt darüber hinaus Finnland und ebenso die Färöer, Island und Grönland mit ein – also gemeinhin die Region, die man in Schweden auch als »Norden« bezeichnet.


Die Färöer

Die Färöer (Føroyar, wörtlich: Schafsinseln) sind 18 Inseln, die nördlich von Großbritannien und zwischen Norwegen und Island liegen. Sie gehören zu Dänemark, haben aber teilweise Selbstverwaltung, einen eigenen Außenminister, eigene Banknoten und Briefmarken. Auf der Inselgruppe wohnen etwa 48 000 Menschen, die Hauptstadt ist Tórshavn. Der Golfstrom sorgt auf den Färöern für milde Winter, aber der starke Wind lässt die gefühlte Temperatur oft niedriger erscheinen. Das Wetter ändert sich rasch, oft mehrmals am Tag.

Anreise

Atlantic Airways fliegt von Kopenhagen, Billund und Ålborg (Dänemark), von Reykjavik (Island) und von Stavanger (Norwegen) auf die Färöer. Der Flughafen liegt auf der Insel Vagar. Von dort braucht man mit dem Auto etwa eine Stunde bis Tórshavn. www.atlantic.fo

Die Smyril Line betreibt Fähren von Esbjerg in Dänemark (37 Stunden) und von Seydisfjördur auf Island (ca. 16 Stunden). Die Reederei bietet auch Pauschalreisen mit Übernachtung auf den Färöern an. symyrilline.de

Rundreisen

Von Tórshavn lassen sich bequem Tagesausflüge zu den nächstgelegenen Inseln unternehmen. Die beiden Unterwassertunnel sind für Autos gebührenpflichtig. Die wichtigsten öffentlichen Transportmittel sind Busse (byggdaleidir) und Fähren (oyggjaleidir). Es gibt eine spezielle Touristenkarte für unbeschränkte Fahrten auf allen Bus- und Fährlinien. ssl.fo

Der Hubschrauberverkehr zwischen den Inseln wird vom Staat subventioniert. Der Flug von Tórshavn nach Mykines kostet etwa 30 Euro. atlantic.fo

Unterkunft

Tòrshavn ist zwar klein, bietet aber mehrere Hotels zur Auswahl. hotel.fo

Das einzige Hotel und Restaurant des hübschen Dörfchens Gjógvs, Gjaargardur, ist ein sehr angenehmer Ort für einige Übernachtungen, wegen der behaglichen Atmosphäre und des guten Essens. Hier kann man in hausgemachten Lammgerichten und Fischspezialitäten schwelgen. gjaargardur.fo

visitfaroeislands.com


Drei Naturerlebnisse auf den Färöern

Papageitaucher Im Sommer werden die Färöer von Millionen »Lunnefåglar« (Papageitauchern) heimgesucht. Die schöne Insel Mykines wird von ihnen regelrecht überschwemmt, ebenso wie die Vestmannaklippen auf Streymoy. Dorthin gibt es zahlreiche geführte Bootsausflüge, unter anderem von der Firma Sjóferdir. puffin.fo

Wandern  Auf den Färöern gibt es zahlreiche Wanderwege für Tagestouren. Manche Dörfer sind noch durch alte Pfade verbunden, die mit Steinhaufen, sogenannten Rösen, markiert sind. Karten und Informationen erhält man beim Touristenbüro in Tórshavn. Zelten in der Natur ist nur mit Genehmigung des Grundstückseigentümerserlaubt, und man sollte unbedingt das Wetter berücksichtigen, nicht zuletzt den Nebel, der sehr schnell über den Inseln heraufziehen kann.

Tauchen Möchten Sie sehen, was mit den dramatisch abstürzenden Bergen passiert, nachdem sie ins Wasser eingetaucht sind? Unter dem Meeresspiegel rund um die Färöer erwartet Sie glasklare Sicht und die Begegnung mit Seehunden und Fischen. faroedive.fo

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