NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Wandern in Hvannadalshnúkur: Manchmal müssen die »Fotomodelle« zum konzentrierten Gehen aufgefordert werden.

»Nach einer Winterüberquerung der Hardangervidda stieg ich bei schönstem Wetter von Finse hinauf auf den Hardangerjøkulen, den sechstgrößten Gletscher Norwegens.«

Weitwinkel: »28 Tage brauchten wir für die Überquerung des Inlandeises, und noch standen uns 40 Kilometer durch Küstengebirge bis nach Ilulissat bevor.«

»Dieses Motiv hatte ich schon im Kopf, bevor wir auf die Färöer fuhren. Jetzt mussten beide nur noch im Wasser umhertollen und ich den entscheidenden Moment einfangen.«

Weite: »Es sind die Skispur und der Wanderer, die erahnen lassen, wie einsam und ausgedehnt die Hardangervidda ist.«

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Martin Hülles Fotoschule: Thema Bewegung

Text und Fotos Martin Hülle

Bei Bewegungsfotos sollte die Bildkomposition, genau wie bei Landschaftsaufnahmen, stimmen. Vorrausschauende Planung und die Kunst, im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein, sind daher für Martin Hülle entscheidende Faktoren bei seiner Arbeit. 

Beim Thema Bewegung gilt es, verschiedene Dinge gleichzeitig im Auge zu behalten. Sind die Bilder spontan, heißt es, vorausschauend zu agieren und Situationen zu antizipieren – damit man die Kamera schon im Anschlag hat, bevor der entscheidende Moment eintritt. Auch sollte man seine Kamera beherrschen, um die wichtigen Funktionen schnell, intuitiv sinnvoll und gewinnbringend einzusetzen. Die fotografierte Person sollte nach Möglichkeit immer in einer natürlich wirkenden Haltung eingefangen werden, damit es nicht komisch oder zu künstlich aussieht. Bei einer Gruppe mehrerer Wanderer heißt das beispielsweise, dass alle möglichst eine Beinstellung im Gleichschritt aufweisen. Da müssen die »Fotomodelle« schon mal zum konzentrierten Gehen aufgefordert werden.

Der richtige Moment 

Bei sogenannten »Mitziehern« ist Übung gefragt. Meist sind viel Ausschuss und auch etwas Glück im Spiel. Die Verschlusszeit richtet sich nach der Bewegungsgeschwindigkeit des Objekts, das man fotografieren möchte. Für einen Skiwanderer wird eine längere Zeit benötigt als für einen Abfahrtsläufer, um den Hintergrund in beiden Fällen ausreichend zu verwischen. Die Kunst dabei ist es dann, die zu fotografierende Person im Sucher immer an der gleichen Stelle zu halten, damit sie später auf dem Bild dennoch »einigermaßen« scharf ist. Die Kamera muss daher in dem Tempo geschwenkt werden, wie sich das Objekt bewegt. Nachführ-Autofokus und Serienbildfunktion helfen hier. Meist sind meine »Modelle« die Mitwanderer, mit denen ich auf Tour bin. Die fange ich dann häufig ganz spontan ein, ohne ihnen irgendeine Anweisung zu geben. Ab und an lichte ich aber auch Leute ab, die ich gar nicht kenne.

Schwarz-Weiß als Stilmittel

Gerne nutze ich Schwarz-Weiß bei Bildern, die besonders durch ihre Kontraste oder grafische Gestaltung wirken. Auch wird die Essenz eines Fotos stärker auf den Punkt gebracht, wenn keine Farbigkeit ablenkt. Stärker noch als bei meinen Farbbildern spiele ich digital auch hier mit »analoger« Körnung. Zur späteren S/W-Bearbeitung der Aufnahmen, die ich ja zuerst immer in Farbe aufnehme, nutze ich VSCO Film und Silver Efex Pro. Wenn ich eine ganz bestimmte Idee im Kopf habe, ist es allerdings oft inszeniert. In schwierigeren Fällen führt es dazu, dass die Modelle jedoch auch einmal immer wieder ähnliche Aktionen vor der Kamera vollführen müssen, bis ich mein Wunschbild im Kasten habe. In Deutschland und vielen anderen Ländern darf man Personen nicht einfach fotografieren, geschweige denn ohne ihr Einverständnis diese Bilder dann auch noch veröffentlichen. Es bedarf in der Regel der Einwilligung durch die abgebildete Person. Bildagenturen fordern hier meist einen Modelvertrag (Model Release), wenn Personen erkennbar und Hauptbestandteil eines Fotos sind. Meist komme ich aber ohne derartige Verträge aus.

Martin Hülle

Martin Hülle

Der Fotograf und Autor aus Wuppertal ist am liebsten draußen im hohen Norden unterwegs. Er liebt die Abgeschiedenheit. Zu jeder Jahreszeit durchstreift er die Berg- und Gletscherlandschaften Skandinaviens. Kamera und Notizblock sind seine ständigen Begleiter.

martin-huelle.de

Ausrüstung

Bildschirmfoto 2014-06-09 um 15.19.18

»Momentan fotografiere ich mit Fujifilms X-T1, die reaktionsschnell ist und einen verlässlichen Autofokus bietet. Bei »Action-Aufnahmen« greife ich meistens zu Zoomobjektiven, weil ich damit spontaner auf sich schnell ändernde Situationen reagieren kann.«

In unserem NORDLICHT-Fotowettbewerb suchten wir die schönsten Bilder aus Skandinavien. Unter allen Einsendungen wählte Martin Hülle gemeinsam mit der NORR -Redaktion zwölf Bilder aus, über die unsere Leser online abstimmen konnten.

norrmagazin.de/nordlicht

 

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