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Natur des Nordens

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Naturkind Jonna Jinton: Das einfache Leben als Energiequelle

Mit zwanzig Jahren ließ die Schwedin Jonna Jinton das Großstadtleben von Göteborg hinter sich und zog nach Norrland in das kleine Dorf Grundtjärn. Ihrem Blog, in dem sie das Leben auf dem Land bildstark dokumentiert, folgen wöchentlich 70.000 Leser. Ein Interview:

Als wir dich im Frühjahr 2012 besuchten, hattest du gerade deinen großen Durchbruch als Bloggerin erlebt. Wie sieht dein Leben heute aus?

In den letzten Jahren habe ich fantastisches Feedback bekommen. Das, worüber ich in meinem Blog berichte, scheint genau den Nerv der Zeit zu treffen. Viele sehen sich nach alternativen Lebensentwürfen, und die Natur spielt dabei eine große Rolle. Es ist fast schon ein Trend, aufs Land zu ziehen.Mein Leben verläuft hier aber im Prinzip so ähnlich wie das von Großstädtern. Ich muss meinen Alltag bewältigen und erlebe dabei auch manchmal stressige Momente. Der Unterschied zu früher ist, dass ich den Computer ausschalten und direkt in den Wald gehen kann. Dort bekomme ich neue Energie. Ohne die Natur würde ich meinen Alltag nicht bewältigen.

Was machst du, um nach einem intensiven Tag wieder runterzukommen?

Meisten gehe ich mit dem Hund zu meinem Lieblingsplatz – einem kleinen Waldsee in der Nähe. Ich nehme weder die Kamera noch Telefon mit, sondern nur einen Notizblock. Dann sitze ich einfach nur am Ufer und entspanne mich. Zwanzig oder dreißig Minuten reichen, damit ich alles um mich herum vergesse. Das ist wie eine Art Meditation für mich.

Was macht den Waldsee für dich so besonders?

Da habe ich auch schon viel drüber nachgedacht. Einge Wälder hier in der Gegend locken mich überhaupt nicht, andere liebe ich. Ich habe eine Vorliebe für Urwälder, wo der Boden mit Moos bedeckt ist und sich alles weich anfühlt. Am schönsten finde ich es, wenn die Bäume viel Licht durchlassen, so dass die Sonne durch die Zweige scheinen kann.

Gibt es eine Jahreszeit, die du als besonders beruhigend empfindest?

Meine Lieblingsjahreszeit ist der Herbst. Ich habe dann immer das Gefühl, dass die Natur ausatmet. Die Luft ist klar und schön – und es gibt nicht mehr so viele Mücken!

Jonna Jinton macht die meisten ihrer Bilder mit dem Selbstauslöser. Die Aufnahme mit den Schilfhalmen war eine echte Gedultsprobe, weil das Wasser sich nach dem Platzieren der Halme erst wieder ganz beruhigen musste, bevor sie auf den Auslöser drücken konnte.

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