Als wir vor über zehn Jahren mit dem Vanlife begannen, kam es auf der Straße ziemlich oft zu schlechter Stimmung. Wir verstanden nicht, warum, da wir ein scheinbar traumhaftes Leben führten und fast immer lustige Dinge unternahmen. Bis wir begannen, die Puzzleteile zusammenzusetzen und ein Muster erkannten, bei dem das Essen oder vielmehr der Mangel daran der gemeinsame Nenner war. Die Mahlzeiten wurden oft spät eingenommen, weil wir einfach nur ankommen wollten, und meistens bestanden die Zwischenmahlzeiten aus einer Tüte Süßigkeiten.
Weiterlesen mit NORR+
Ab 1 Euro/Monat erhältst du Zugang zu allen Artikel und exklusiven Aktionen. Jetzt registrieren und einen Monat lang kostenlos testen.
Du bist bereits Abonnentin oder Abonnent?
Problem gebannt
Nachdem die Ursache klar war, war es relativ einfach, eine Lösung zu finden: Wir tauschten schnelle Stopps bei Hamburgerketten gegen selbst zubereitete Mahlzeiten mit lang anhaltender Energie, die uns satt machten. Wir füllten die Schränke im Wohnmobil mit guten Zutaten und sorgten dafür, dass wir gesunde Snacks vorbereiteten, die wir essen konnten, wenn die Reise länger als erwartet dauerte. In der Theorie einfach, aber in der Praxis nicht immer.
Das Vanlife ist einfach fantastisch – nicht zuletzt bei uns in Schweden. Man muss nicht um die Welt reisen, um schöne Orte zu finden.
Deshalb haben wir uns letztes Jahr mit dem Outdoor-Koch Eric Tornblad zusammengetan und das Buch geschrieben, das uns selbst gefehlt hat – ein Vanlife-Kochbuch. Ziel ist es, andere zu inspirieren, leckeres und nahrhaftes Essen zuzubereiten, das Kraft für alle Abenteuer auf der Straße gibt. Das Buch ist voll mit Rezepten, die auf Situationen basieren, die oft vorkommen, wenn man das Vanlife lebt – »Schnell & lecker«, »Unterwegs« und »Pick-me-ups« für den Fall, dass alles schiefgeht. Und das Kapitel »Vanlife-Party« mit Essen, das man mit Freunden teilen kann.
Hat man keine Teigrolle zur Hand, kann eine Flasche gute Dienste leisten.
Das Vanlife ist einfach fantastisch – nicht zuletzt bei uns in Schweden. Man muss nicht um die Welt reisen, um schöne Orte zu finden. Wir vergessen leicht, was wir hier zu Hause haben. Und dass Menschen tatsächlich von der anderen Seite der Welt hierher kommen, um unser schönes Land zu erleben.