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Mit der Clique im Hafenbecken

Langstreckenschwimmer Henrik Heming ist in Kopenhagen ganz in seinem Element. Wo einst Frachtschiffe dümpelten, motiviert er heute Menschen, hinaus in den Øresund zu gleiten.

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»Kein Tag ist wie der andere – das Licht, das Wetter, der Wind – alles ändert sich ständig. Es ist eine einzigartige Gelegenheit, jedes Mal etwas Neues zu erleben«, sagt Henrik Heming. Der Kopenhagener Langstreckenschwimmer, der unter anderem die dänische Ostseeinsel Bornholm auf einer Distanz von 110 Kilometern umrundet hat, stammt ursprünglich aus Aarhus, wo er studierte und mit Freunden ein Unternehmen gründete. Als die Firma expandierte, zog er 1999 in Dänemarks Hauptstadt. Heute lebt er auf Amager, einem Stadtteil Kopenhagens, der direkt ans Meer grenzt.

Deshalb habe ich alle eingeladen, mitzukommen.

»Ich schwimme fast täglich vom Amager Strandpark in Richtung Øresund. Das ist ein ganz besonderer Ort für mich. Ich gehe dort seit 15 Jahren ins Wasser und liebe es immer noch. Kopenhagen hat viele fantastische Badeplätze – in Richtung Øresund und direkt im Hafen«, schwärmt er. »Der Hafen war früher ein Industriegebiet, aber im Laufe der Jahre hat die Stadt viel investiert, um ihn lebenswerter zu gestalten. So kann man heute an vielen verschiedenen Stellen innerhalb Kopenhagens in sauberem Wasser baden. In vielen Buchten und sogar inmitten von Wohngebäuden gibt es Schwimmzonen, die speziell für sicheres Schwimmen ausgewiesen sind. Das ist wirklich fantastisch.«

Einladung zum Mitschwimmen

Henriks Familie teilt seine Begeisterung für Bewegung. »Meine Frau und meine beiden Söhne sind sehr sportlich – sie laufen, spielen Basketball, sind viel draußen. Schwimmen ist jedoch meine persönliche Leidenschaft.« Viele Stunden hat er im Wasser verbracht. Mit der Zeit wurde Henrik klar, dass er diese Passion mit anderen teilen möchte. »Jeder ist immer willkommen, mit mir schwimmen zu gehen«, sagt er.

Diese offene Haltung entwickelte er während des Trainings für ein Langstreckenschwimmen – eine 47 Kilometer lange Strecke um die Insel Amager. »Einer der wichtigsten Ratschläge in Dänemark lautet: Schwimme niemals allein. Deshalb habe ich alle eingeladen, mitzukommen. Daraus ist viel positive Energie entstanden – und eine Gemeinschaft, die weit über das Schwimmen hinausgeht.«

Heute sind es Tausende von Schwimmern, die sich in Copenwater organisiert haben – eine Community, die sich unter der Woche über die ganze Stadt verteilt trifft und zusammen baden geht. »Wir alle teilen das gleiche Gefühl – die tiefe Verbundenheit zum Wasser.«

Einmal im Jahr erlebt Henrik diese Begeisterung in noch größerem Maßstab: Ende August beim Event Christiansborg Rundt, wenn Hunderte rund um das Parlamentsgebäude Christiansborg schwimmen. »Es ist beeindruckend, so viele glückliche Menschen zu sehen, die ins Wasser hüpfen und die Stadt und einander genießen. Das ist einfach nur lebensbejahend.«

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