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Natur des Nordens

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Mit dem Mountainbike auf dem Kungsleden

Frowin, Marcel und Michael hatten einen Plan: Sie wollten gemeinsam den Wanderweg Kungsleden mit dem Mountainbike bezwingen. Ende Juli ging es nach Schwedisch Lappland, um in der Umgebung von Abisko die besten Singletrails zu erkunden.

Kiruna – Alesjaure

Am späten Nachmittag in Abisko angekommen, kann es losgehen. Wir wollen heute noch das erste Stück des Kungsleden befahren. Es ist ein tolles Gefühl, nach intensiver Vorbereitung endlich auf dem Bike zu sein. Oft haben wir in der Vorbereitung technische Trails befahren und das war, wie sich jetzt zeigt, auch nötig. Auf dem Kungsleden muss man sich mit dem Bike jeden Meter hart erarbeiten. Mit Flussüberquerungen, Sümpfen, viel Wasser und den schmalen Holzplanken zeigt der Kungsleden bereits am ersten Tag sein wahres Gesicht.

Alesjaure – Sälka

Eine gute Linie durch den mit Steinen besetzten Weg zu finden, ist anspruchsvoll. Mit jedem Höhenmeter kommt nun auch immer mehr Schnee dazu. Nach der Mittagspause auf dem Tjäktja-Pass ist die Vorfreude auf die anstehende Abfahrt groß. Doch Schnee und Wasser trüben das Erlebnis erheblich und die Bedingungen bessern sich auch auf dem Weg aus dem Tal hinaus nicht merklich. Acht Stunden sind wir an diesem Tag unterwegs, nur eine davon im Sattel.

Hukejaure – Ritsem

Heute werden wir endlich mit fahrbaren Trails und gutem Wetter belohnt. Immer wieder sehen wir Rentiere, Schneeeulen und Lemminge. Die Eindrücke der Natur lassen uns die Anstrengungen für einige Momente vergessen. Doch die ersten Tage auf dem Kungsleden haben uns weit mehr Kraft und Zeit gekostet, als wir ursprünglich eingeplant hatten.

Ritsem – Sitojaure

Von Saltoluokta führt uns ein guter Singletrail nach Sitojaure. Wir kommen gut voran und schaffen unser Tagessoll ohne viel Mühe. Früh legen wir uns schlafen, denn wir wollen morgen bereits um drei Uhr die nächste Etappe in Angriff nehmen.

Sitojaure – Jokkmokk

»The river has taken the bridge!« Mit diesen Worten werden wir aus dem Schlaf gerissen. Der Hüttenwart steht in unserem Zimmer und erklärt, dass unsere geplante Route leider nicht funktioniert. Doch die weggerissene Brücke soll uns nicht zum Hindernis werden. Nach zwei Stunden erreichen wir die Überreste der Brücke. Die Überquerung ist machbar, aber kostet Zeit und Kraft. Wir alle merken, dass es mit unseren Energiereserven zu Ende geht. In Jokkmokk beratschlagen wir über das weitere Vorgehen. Die Tatsache, dass es von hier aus wieder in die Berge gehen würde, die Trails noch schwieriger werden würden und ein Nationalpark umfahren werden müsste, lässt uns unser Vorhaben hier abbrechen. Auch wenn wir unser Ziel, den Kungsleden komplett zu bezwingen, nicht erreicht haben, so kehren wir doch mit unvergleichlichen Eindrücken und Erinnerungen nach Hause zurück.

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