NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Das klare Seewasser lädt zu einer erfrischenden Trinkpause ein.

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Wasserläufer: Packrafting in Schwedisch Lappland

Text: Karen Hensel Foto: Eric Pfeiffer

Mit Wanderstiefeln und aufblasbarem Boot überwindet man nahezu jede Oberfläche. NORR hat das Packrafting in Schwedisch Lappland getestet und Wildnis aus einer neuen Perspektive entdeckt.

Durch die Wildnis wandernd, kommt uns ein See in die Quere. Normalerweise wäre man wohl umgekehrt und hätte sich eine trockene Route gesucht. Rebeka, Sabine, Johannes und ich aber befreien unsere Packrafts von unseren Rucksäcken, pusten sie auf, vertäuen das Gepäck auf den bunten Gummibooten und gleiten auf die Wasseroberfläche. Oft sind es winzige Zuflüsse, die uns von einem Gewässer auf das nächste bringen. Sie liegen so versteckt, dass auch unser Guide Johannes auf die Karte linsen muss, um sich zu vergewissern, dass wir auf das Rinnsal zusteuern, das uns Einlass in den nächsten See gewährt. Wir schöpfen uns eine Tasse klares Wasser aus dem See und bewegen uns mit langen Paddelschlägen hinein in die Wildnis, wo tiefe Wälder und sanfte Bergspitzen uns in ihre Fänge nehmen.

Neugierige Glücksbringer

Wenn das Land zu Ende ist, wird gepaddelt und wenn es gerade kein paddelbares Gewässer gibt, wird gewandert. Aus dem Nichts kreuzen Rentiere, die sich sichtlich für unsere leuchtenden Boote interessieren, auf einer schmalen Schotterstraße unseren Weg. Einige bleiben stehen, um einen genaueren Blick zu riskieren. »Wenn man weiße Rentiere sieht, dann bringt das Glück«, flüstert Johannes und wir freuen uns, dass gerade neun schneeweiße Exemplare an uns vorbeiziehen, die wir in Ruhe passieren lassen, bis auch wir weitergehen. Wir finden ein Geweih, das männliche Tiere im Herbst und weibliche im Frühjahr ablegen, taufen den Fund auf den Namen »Manfred« und beschließen, dass es uns auf der Tour begleiten soll. Am Abend gelangen wir an einen weißen Sandstrand. Im angrenzenden Wald, wo wir unsere Zelte aufschlagen, duftet es nach Kiefernharz. Es ist komplett still.

Wir entzünden ein Lagerfeuer im Sand und genießen ein leckeres Abendessen. So hoch oben im Norden wird es an diesen Junitagen nicht dunkel. Johannes unternimmt um Mitternacht noch eine kleine Paddeltour über die spiegelblanke, magischglitzernde Wasseroberfläche.

Stromschnellen und Elche

Auf dem Svärdeälven, der sich meist friedlich durch unberührte Wälder schlängelt, paddeln wir heute weiter. Ab und zu aber gilt es, eine Stromschnelle zu meistern und jede rasante Fahrt löst bei Rebeka, Sabine und mir freudiges Gejohle aus. Weniger Freude hingegen bereiten Steine, die vereinzelt im Flussbett liegen und sich teilweise derartig knifflig verbergen, dass ich sie mit hoher Treffsicherheit ansteuere und daran hängen bleibe. Plötzlich spielt sich eine surreale Szene ab. Ein Regenbogen hat sich über dem Svärdeälven gebildet und Johannes ist gerade damit beschäftigt, das Boot von Rebeka aus einer Steinfalle zu befreien, als aus dem Nichts ein imposanter Elchbulle auftaucht. Unter dem Regenbogen sprintet der Koloss von einer Uferseite auf die andere, dass die Wassertropfen nur so spritzen. Sabine und ich können nur gänzlich sprachlos zusehen.

Später wandern wir querfeldein durch die Wälder des Vittjåkk-Akkanålke-Naturreservats. Johannes zeigt uns einige Pflanzen und macht uns auf Tierspuren aufmerksam. An einem Baum hängt ein Schwarzspecht, der mit seinem Schnabel wie besessen auf einen Stamm einhämmert. Dann tauchen Bahnschienen vor uns auf, die aussehen, als wären sie dem Wilden Westen entsprungen. Wir folgen den Gleisen ein Stück und passieren einen winzigen, mit gelben Butterblumen übers.ten Bahnhof. Weiter geht es zurück in die Abgeschiedenheit, durch ein Sumpfgebiet, in dem wir von einem Grasfladen zum nächsten hüpfen. Am Abend gelangen wir an einen schimmernden See. Rebeka und ich gehen schwimmen und wir sitzen noch lange am Lagerfeuer in der sternenklaren Nacht, bevor uns die warmen Schlafsäcke in die Zelte locken.

Grenzenlos weiter

Nachdem wir noch einen letzten großen See mit unseren Booten überquert haben, begeben wir uns auf dem Rika-Maja-Stig zurück zur Wildact-Farm, von der wir unsere Tour starteten. Der Legende nach war Rika Maja eine wohlhabende samische Frau, die, wie uns Johannes erzählt, 3 000 Rentiere besaß und ihre Reichtümer auf einer Bergspitze versteckt hielt, wo diese bis heute liegen sollen. Der Schatzberg der reichen Dame leuchtet geheimnisvoll in der Ferne. Mit dem Packraft sind wir in den vergangenen Tagen an Plätze gelangt, die wir zu Fuß nie erreicht hätten, und haben gleichzeitig Orte erwandert, die wir, wären wir nur im Boot unterwegs, nicht entdeckt hätten. Ungebremst querfeldein haben sich uns neue Perspektiven eröffnet, die zu einem einzigen großen Abenteuer geworden sind.

Mehr Infos und Buchung der Packraftingtour auf wildact.ch.

Unser Partner

 

Wildact Adventure AB

Tel.: +46 (0)70 63 160 52
Mobil: +46 (0)73 836 44 98

info@wildact.ch

www.wildact.ch

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