NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Vogelperspektive: »Vom Gipfel des Skierffe fiel mein Blick am Rande des Sarek-Nationalparks auf das Delta des Ráhpaädno.«

Nah rangehen: »Während einer Färöer-Rundreise wanderten wir zum Mykineshólmur, einem Paradies für Papageientaucher.«

Langzeitbelichtung: »Fast eine Stunde suchte ich am Fossá, dem höchsten Wasserfall auf den Färöern, nach dem besten Standpunkt für eine Langzeitbelichtung.«

Jahreszeiten: »Im Herbst bedeckt der Schnee die Gipfel wie Puderzucker, während die Täler noch in schönster Färbung liegen.«

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Martin Hülles Fotoschule: Thema Landschaft

Text und Fotos Martin Hülle

Reisen und Fotografieren sind Martin Hülles große Leidenschaften. Seit er als Jugendlicher alleine auf dem Kungsleden war, kehrt er immer wieder in den Norden zurück, um die karge, wilde Landschaft mit der Kamera festzuhalten.

Schon als Kind bin ich mit meinen Eltern regelmäßig wandern gegangen. Mit 14 habe ich mir meine erste Spiegelreflexkamera gekauft. Und drei Jahre später fing ich an, die ersten Trekkingtouren allein zu unternehmen. Auch mit der Schreiberei war ich von Anfang an verbandelt. Ein Leben als Fotograf und Autor war mein absoluter Traumjob, doch es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich vor zehn Jahren den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe. Dabei bin ich völliger Autodidakt – sowohl das Fotografieren als auch meine Outdoor-Kenntnisse habe ich mir selbst erarbeitet.

Mit 17 war ich das erste Mal auf dem Kungsleden unterwegs. Seitdem bin ich mit dem Nordlandvirus infiziert. Meine Touren wurden in den folgenden Jahren extremer, meine Erfahrung wuchs, und auch der Wunsch, die eigenen Grenzen auszuloten. Besonders bin ich von der Einsamkeit im Norden, der urwüchsigen Natur, der Weite und Kargheit fasziniert. Und von der Herausforderung, die Wander- und Skitouren im Norden mit sich bringen.

Ich mache rund vier bis fünf Reisen pro Jahr, die meist zwischen zwei oder drei Wochen dauern. Erinnerungsstück oder Kunstwerk? Meistens mache ich mir schon vor einer Reise Gedanken, welche Motive vor Ort interessant sein könnten und was ich an Ausrüstung dafür brauche. Unterwegs entsteht dann aber auch vieles spontan, weil ich mich an die herrschenden Wetterverhältnisse anpassen muss, nicht immer die Zeit habe, an einem Ort lange auszuharren um auf den besten Moment zu warten, und bei  einer Ski- oder Trekkingtour zudem die Strecke im Blick haben muss. Bei der späteren Bildbearbeitung ist es ähnlich: Die unterwegs gemachten „Ausgangsfotos“ sind die Rohmasse. Erst nachträglich versuche ich dann bei den Bildstrecken der Reisen jeweils einen Stil zu finden, der dem Erlebten, den Eindrücken und dem Charakter vor Ort nahe kommt.

Dieser Stil muss die Realität nicht eins zu eins wiedergeben. Von Reise zu Reise kann der Stil zudem unterschiedlich sein. Mal geht es von den Farben her knalliger zu, dann sind die Aufnahmen wiederum zurückhaltender. Ein gutes Landschaftsbild hat nicht nur formell, also von den gestalterischen und technischen Faktoren her, zu bestehen. Diese Faktoren können gar in den Hintergrund rücken. Das Foto sollte idealerweise eine gute Geschichte erzählen und den Betrachter mitnehmen in die Landschaft. Wenn ein Bild zudem Emotionen weckt, etwas darüber erzählt, was man während der Reise an Ort und Stelle gefühlt hat, ist es umso besser.

Auch eine gute Komposition spielt eine wichtige Rolle. Hilfreich ist die Drittelregel, oder auch der goldene Schnitt, bei dem markante Linien, wie z. B. der Horizont, nicht einfach mittig durchs Bild laufen, sondern etwas höher oder tiefer angesiedelt sein sollten. Darüber hinaus kann der richtige Zeitpunkt entscheiden, und mit ihm die Lichtverhältnisse, ob aus einem Motiv ein bloßes Erinnerungsstück wird oder ein kleines Kunstwerk. Technische Feinheiten – wie das Zusammenspiel von Blende und Zeit – sind dann das i-Tüpfelchen.

Martin Hülle

Martin Hülle

Der Fotograf und Autor aus Wuppertal ist am liebsten draußen im hohen Norden unterwegs. Er liebt die Abgeschiedenheit. Zu jeder Jahreszeit durchstreift er die Berg- und Gletscherlandschaften Skandinaviens. Kamera und Notizblock sind seine ständigen Begleiter.

Ausrüstung

Bildschirmfoto 2014-06-09 um 15.19.18

»Aktuell bin ich bei Fujifilms X-T1 gelandet. Dazu nutze ich Objektive vom Superweitwinkel bis hin zum Tele. Für Landschaftsaufnahmen ist ein solides Stativ unentbehrlich und Neutralgraufilter verschiedener Stärke stecken auch immer in meiner Fototasche.«

In unserem NORDLICHT-Fotowettbewerb suchten wir die schönsten Bilder aus Skandinavien. Unter allen Einsendungen wählte Martin Hülle gemeinsam mit der NORR -Redaktion zwölf Bilder aus, über die unsere Leser online abstimmen konnten.

norrmagazin.de/nordlicht

 

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