NORR AUSZEIT Felsige Freuden

Sommertrip nach Åland - Diashow starten

FELSIGE FREUDEN

 

Roter Stein in blauen Wellen: Ålands Granit ist ein Abenteuerspielplatz für Boulderer. NORR-Redakteurin Karen Hensel radelte mit ihren Freunden quer über die Inseln, um an den finnischen Felsen zu klettern.

 

Foto: Hendrik Morkel

Åland erleben:

Im Dorfalltag waren wir mit unseren Kajaks eine willkommene Abwechslung.

Kochen mit der Eisbergkulisse im Hintergrund. Was für ein seltener Anblick.

Die Aussicht war überall grandios. An manchen Zeltplätzen waren die Eisberge fast zum Greifen nahe.

Das grönländische Licht bot fantastische Stimmungsbilder – funkelnde Berghänge und farbenprächtige Sonnenuntergänge

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Eisige Zeiten: Paddeln in Grönland

Text und Fotos: Lars Schneider

Grönland. Blendend weiße Eisberge, in jeder Größe, in jeder Form. Viel Wasser, klare Luft, blauer Himmel, kühle, kurze und intensive Sommer. Und an der Westküste, etwa auf halber Strecke zwischen Nord- und Südspitze der größten Insel der Erde, die Diskobucht. Ein Traumziel für Küstenpaddler.

Das Lagerfeuer knistert. Flammen züngeln an Treibholzbrocken. Langsam werden Füße, Hände, Brust und Bauch wieder warm. Am Hintern weht ein nasser Wind vorbei, der Rücken ist kalt, trotz dicker Kunstfaserjacke. Das Thermometer zeigt 5,5 Grad Celsius. Wolken streifen über das Wasser des Langesunds, haben die niedrigen Gipfel an beiden Ufern längst verschluckt. Auch den großen Eisberg, draußen im Sund, sieht man nicht mehr. Ein Sommertag in Grönland. Es ist schön hier. Es ist der erste Abend unserer Tour durch die Diskobucht im Westen Grönlands. Am Nachmittag waren mein Kumpel Jens und ich im nahen Aasiaat gestartet. Dort hatten wir ein paar öde Tage vergeblich auf die Auslieferung unserer Faltboote gewartet, die wir einen Monat zuvor von Hamburg aus verschifft hatten. Ein kaputter Containerkran in Nuuk, einen Hafen zuvor, hatte ihre Reise an Bord eines Frachters der Royal Arctic Line ein wenig verzögert. Zwar wärmt das Lagerfeuer von vorn, doch erst ein heißer Tee sorgt für wirklich wohlige Wärme. Noch haben wir uns nicht an das feuchtkalte, für die Diskobucht untypische Klima gewöhnt, das die letzten Tage vorherrschte. Im Sommer kennt man die Bucht als »Haltestelle der Hochs«. Das bedeutet zwar keine hohen Temperaturen – auch im Juli liegen sie durchschnittlich nicht über 10 Grad Celsius – , aber normalerweise wenigstens blauer Himmel und Sonne. DER GESANG DER INUIT Zum zweiten Mal die Boote beladen. Noch passen die wasserdichten Säcke mit Lebensmitteln, Kleidung, Zelt, Schlafsäcken und Isomatte auch mit Geduld nur teilweise unter Deck, der Rest wird außen verschnürt. Doch Morgen für Morgen verbessern wir unsere Technik, Tag um Tag schrumpfen auch die Vorräte – sechs Kilo Nudeln, fünf Kilo Müsli, viel Milchpulver, und auch der große Berg an Schokolade wird immer kleiner. Es dauert bis zum späten Nachmittag, bis wir das östliche Ende des langen Wassergrabens zwischen zwei Inseln erreicht haben und Kurs auf die Insel Qerqertamiut nehmen können, unseren geplanten Übernachtungsplatz, noch fünf Kilometer entfernt. Auf halber Strecke kommt ein kleines Motorboot längsseits, ein vom Wetter gegerbter Inuit am Außenborder, seine Frau, in einen Winteranorak gehüllt, am Bug sitzend. Wir sprechen kein Grönländisch, sie kein Englisch. Die Frage nach dem »woher« und »wohin« können wir mit Handzeichen und etwas Dänisch klären. Dann, bevor der Fischer wieder an der Leine seines Motors zieht, zeigt er mit verklärtem Blick auf die kleine Grönland-Fahne, die wir am Heck von Jens’ Boot angebracht haben, und stimmt einen Singsang an. Später, viel später, im Souvenirshop auf der Rückreise, hören wir die Nationalhymne Grönlands…

GRÖNLAND

icon_flightAnreise: Am besten per Flug über Kopenhagen nach Ilulissat, dann per Fähre der Arctic Uumiaq Line nach Aasiaat, um die Tour von dort zu starten. Das eigene Boot lässt man einige Wochen vor der Abreise bei einer Reederei auf dem Seeweg nach Grönland verschiffen (immer günstiger als im Flugzeug).

airgreenland.com

aul.gl

Icon accomodationUnterkunft: Übernachtet wird im Zelt. Zeltplätze finden sich meistens leicht, es lohnt sich aber, ein freistehendes Zelt zu wählen, weil man die besten Plätze oft auf Felsterassen und -inseln entdeckt.

icon_eatVerpflegung: Proviant für die Tour muss im Boot mitgeführt werden, man kann den Speiseplan allenfalls durch selbst geangelten Fisch aufbessern. Unterwegs passiert man drei Orte und kann Kleinigkeiten nachkaufen, allerdings ist das Angebot nicht sehr verlässlich.

Ausrüstung: Für eine längere Kajaktour auf Grönland bringt man am besten sein eigenes Boot mit. Wer über weniger Erfahrung verfügt, die Diskobucht aber trotzdem von Wasser aus kennenlernen will, kann sich einer geführten Tour anschließen.

kayak-north.com

greenland.com

 

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