NORR AUSZEIT Waldträume

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Bushcraft
mit Baby

 

Die Wildnis ruft.

 

Mit ihrem kleinen Sohn Even
machen sich Anton und Helena
auf in die tiefen Wälder Kareliens.

 

Ein Familienabenteuer mit Tipi-Zelt,
Axt und Windeln… 

Einsamkeit erleben:

Mit Skiern und Parawings geht es einmal von Ost nach West quer durch das Inlandeis.

Mit dieser Expedition möchten die Extremsportler aber auch ein Zeichen setzen und auf die Erderwärmung hinweisen, die sich in der Arktis bemerkbar macht.

Oberhalb des Brückner-Gletschers laufen wir hinaus auf dieses Meer aus Eis und Schnee.

Die Gewissheit, das Inlandeis gleich überquert zu haben, breitet sich in unseren Körpern aus, noch bevor wir die letzten Schritte getan haben.

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Eiswind: Durchquerung Grönlands

Text und Fotos: Martin Hülle.

Das grönländische Inlandeis erscheint unendlich weit, kalt und einsam. Mit Skiern und Parawings von Ost nach West zu kommen, ist die Herausforderung dreier Abenteurer. Sie wollen mit ihrer Expedition aber auch auf die Erwärmung der Arktis hinweisen.

Anfang Mai landen wir in Tasiilaq, dem größten Ort an Grönlands unwirtlicher Ostküste. Knapp 2 000 Menschen leben dort. Unser Ziel: Ilulissat an der Westküste, 750 Kilometer entfernt. Dazwischen das ewige Eis der größten Insel der Welt. 40 Tage haben Johannes, Georg und ich Zeit, um diese Strecke mit Ski und Parawings zu bewältigen, so lange werden unsere Lebensmittel reichen. Der einheimische Jäger Tobias bringt uns über die Ammassalik-Insel und den Sermilik-Fjord zum Festland, wo unsere Expedition endgültig beginnt. Bis der Fjord weitestgehend eisfrei ist, müssen wir in Ikateq abwarten. Auch in dieser Region wurde das Eis in den letzten Jahren auf den Fjorden immer dünner oder es bildete sich erst mit monatelanger Verspätung. Dadurch verkürzt sich der Zeitraum, in dem es mit Hundeschlitten befahren werden kann. Den Grönländern sind so die Wege zu ihren Jagdgründen versperrt und immer weniger können ihren Lebensunterhalt ausschließlich auf traditionelle Weise durch die Jagd auf Robben und Eisbären bestreiten. Nach zwei Tagen hat die Strömung das Eis soweit aus dem Fjord getrieben, dass Tobias uns hinüber bringen kann. Die Überfahrt bei Schneeregen in dem kleinen, offenen Boot ist kalt und ungemütlich. Als er uns an der Küste absetzt und kehrt macht, sind wir allein. Die Wolken hängen tief in den von schroff en Bergen umstandenen Tälern. In der folgenden Nacht fallen 30 Zentimeter Neuschnee. Der vor uns liegende Aufstieg auf das Inlandeisplateau wird zum Kraftakt – durch den tiefen Schnee zerren wir die über hundert Kilo schweren Pulka-Schlitten nach oben. Schweiß rinnt mir in Strömen das Gesicht herunter, über Brust und Rücken. Das Wetter hat sich gebessert, doch die Anstrengung bleibt. Wolkenloser Himmel und brennende Sonne, dazu der noch immer tiefe Schnee. Von der Kälte des Inlandeises ist nichts zu spüren. Zu dieser Jahreszeit hatten wir mit tieferen Temperaturen gerechnet, aber nun mühen wir uns nur mit Unterwäsche bekleidet, dem Inneren Grönlands …

GRÖNLAND

Kalaallit Nunaat, das »Land der Menschen«, wie die Grönländer selbst ihre Heimat nennen, ist die größte Insel der Welt. An der von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küste leben nur etwa 57 000 Menschen. Das Innere Grönlands ist unbewohnt und komplett von Eis bedeckt, welches das Land zu 85% einnimmt und stellenweise bis zu 3000 Meter dick ist. Würde der gesamte Eisschild Grönlands abschmelzen, dann stiege der Meerwasserpegel weltweit um sieben Meter. Grönland, ein Land der Kontraste, in dem noch heute die Nachfahren der jahrhundertealten Inuit-Kultur leben, die erst in den letzten fünfzig Jahren den Übergang von der traditionellen Jäger- und Fängergemeinschaft, in die moderne Industriegesellschaft vollzogen hat. Die Grönländer sind die ersten Menschen, die ihr Leben aufgrund des Klimawandels fundamental werden ändern müssen. In der Arktis vollziehen sich gegenwärtig die schnellsten und gravierendsten Klimaänderungen auf der Welt. Im Laufe der nächsten hundert Jahre wird das Tempo dieses Klimawandels noch zunehmen und zu bedeutenden physikalischen, ökologischen, sozialen und ökonomischen Veränderungen führen, von denen einige bereits begonnen haben. Der Klimawandel in der Arktis führt zu einem globalen Temperaturanstieg und zu steigendem Meeresspiegel mit erheblichen Folgen für den Rest der Welt. Inlandeisüberquerung: Eine derartige Expedition sollte nur mit umfangreicher Erfahrung in Angriff genommen werden. Wetter, Zeitdauer und Ausgesetztheit erfordern eine große mentale und körperliche Stärke. Die »Normalroute« verläuft von Isortoq nach Kangerlussuaq und ist etwa 550 Kilometer lang. Für alle Expeditionen auf dem Inlandeis benötigt man eine Genehmigung vom Danish Polar Center, an die auch die Mitnahme eines Notsenders und der Abschluss einer Versicherung geknüpft sind. (Infos:dpc.dk)
Geführte Expeditionen: Eine Expedition auf der Normalroute organisiert Quanok Winter-Outdoor-Reisen: quanok.com
Grönland-Infos:

greenland-guide.gl
visitgreenland.com
groenland2006.de

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