NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Kalte Pfoten: Hundeschlitten-Tour in Nord-Norwegen

Kalte Pfoten: Hundeschlitten-Tour in Nord-Norwegen

Text: Karen Hensel Foto: Carolina Juselius

Bei zweistelligen Minustemperaturen begibt sich NORR-Redakteurin Karen auf eine Hundeschlitten-Expedition in die Weite des norwegischen Fjells und erlebt, wie eng eisige Verzweiflung und stürmische Glücksgefühle beieinander liegen.

Frostige Windböen peitschen unerbittlich über das Eis und modellieren eine starre Maske auf mein Gesicht. Jegliche Mimik ist unmöglich. Die vor meinem Schlitten jagenden Hunde scheint das nicht weiter zu irritieren. Sie blicken sich nur in Ausnahmefällen um. Während meine eisigen Klauen erfolglos versuchen, den steif gefrorenen Schal noch einen Millimeter weiter ins Gesicht zu ziehen, muss ich an jenen leichtfertigen Satz denken, den ich ein knappes Jahr zuvor gegenüber meinem Kollegen Philipp Olsmeyer fallen ließ: »Was du kannst, kann ich schon lange.«

Im Winter 2016 wandte sich Björn Klauer aus dem norwegischen Innset mit der Bitte an NORR, ihm bei der Suche eines Nachfolgers für seine Huskyfarm behilflich zu sein. In der NORR-Winterausgabe veröffentlichten wir Björns Anliegen unter dem Aufruf Huskyfarm sucht Huskyfarmer, um schließlich, in der Winterausgabe 2017, von dem Casting auf Björns Farm zu berichten. Philipp, der die Bewerber ein Wochenende lang begleitete, prahlte nach seiner Rückkehr ausgiebig von seiner ersten Fahrt auf einem Hundeschlitten, auf der er die zahlreichen, vermeintlich schwierigen Herausforderungen im verschneiten Fjell bestens gemeistert hätte. Dass es bei seinem Besuch in Innset im sonnigen Mai aber bereits T-Shirt-Wetter war und er zudem die meiste Zeit sorglos und warm, bei Würstchen und Wein, im gemütlichen Lavvu der Huskyfarm verbrachte, erwähnte er nur beiläufig. So setzte ich mir einen Gedanken in den Kopf: Ich wollte mit Björn Klauer auf eine richtige Hundeschlittenexpedition aufbrechen, das Fjell im harten Winter kennenlernen und mir gemeinsam mit den Vierbeinern tagelang eigene Wege durch die unberührte Weite Norwegens bahnen. Eine achttägige Expedition durch den Øvre-Dividal-Nationalpark, in dem das Thermometer im Februar mit Leichtigkeit die Minus-40-Grad-Marke knackt, schien mir dafür gerade recht.

Kampf auf dem Eis

Schon am Vortag unseres Abenteuers überkommen mich allerdings die ersten Zweifel. Björn weist unser Team, bestehend aus meiner Freundin Ina von den Åland-Inseln, Barbara, Hochschulprofessorin aus Österreich, und Florian, Radmechaniker aus Deutschland, in die Sicherheitsvorkehrungen ein, die eine mehrtägige Expedition in das wettertechnisch unberechenbare Fjell erfordern. »Solltest du in einem Schneesturm von der Gruppe getrennt werden, feuerst du zu jeder vollen Stunde Leuchtraketen in die Luft. Ist es zu bedeckt, übernachtest du im Schlittensack, bis die Sicht wieder klar wird und wir eine Chance haben, dich zu finden«, sagt Björn. Der Handyempfang endet schon ein paar Kilometer hinter der Farm. Unser einziges Kommunikationsmittel ist ein Satellitentelefon, um im größten Notfall einen Rettungshelikopter zu ordern. Dass wir bei dieser Tour auf das Miteinander aller Beteiligten angewiesen sind, um uns, nur mit unseren Hunden und den Utensilien, die wir in unseren Schlitten transportieren, durchzuschlagen, ist spätestens zu diesem Zeitpunkt klar.

Wie es auf Karens eiskalter Expedition weitergeht und ob die ganze Truppe heil ins Ziel kommt erfahrt ihr in der NORR-Winterausgabe.

DIVIDALEN-NATIONALPARK

Der 770 Quadratmeter große Nationalpark Øvre-Dividal liegt an der Grenze zwischen Norwegen und Schweden. Die Natur ist von Bergen und Seen geprägt. Viele Füchse, Luchse und Vielfraße sind hier zu Hause. Der Altevatnet am Rande des Nationalparks trennt die beiden Sami-Gemeinschaften Saarivuoma und Talma. Unweit der Huskyfarm werden im Sommer die Rentierkälber markiert. Die Rentierzucht steht nach wie vor im Zentrum der Sami-Familien auch wenn sich bei dieser Arbeit durch die Motorisierung einiges geändert hat. Die Sami verbringen viele Tage bei Wind und Wetter draußen. Der Erfahrungsschatz der Natur ist nach wie vor die Grundlage einer erfolgreichen Rentierzucht.

Øvre-Divida-Nationalpark

HUSKYFARM INNSET

Die Huskyfarm in Innset war früher ein kleiner Bergbauernhof, den Björn Klauer im Laufe der Jahre restauriert und um einige Häuser erweitert hat. Heute gibt es hier ein großes Gästehaus, eine kleinere G.stehütte, eine Sauna, eine Schlittenwerkstatt, Lagerräume, eine Steinofenbäckerei und das Wohnhaus, in dem Björn mit seiner Lebensgefährtin Regina Elpers lebt. Auch 70 Grönland-Huskys, vom Welpen bis zum Greis, sind auf der Farm zu Hause.

Huskyfarm Webseite

ANREISE

Mit dem Nachtzug von Stockholm nach Narvik, weiter mit dem Bus nach Setermoen oder per Flugzeug nach Bardufoss. Björn und Regina holen Gäste von beiden Orten ab.

sj.se
norwegian.de

 

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