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Natur des Nordens

Nordischer Klang: Fest des Nordens

Der Nordische Klang lädt zum 30. Mal zu anregenden, kommunikativen Kulturerlebnissen. Dich erwarten Musik, Bühnenkunst, Ausstellungen, Lesungen, Filme, Kinderprogramm und Vorträge aus den fünf Nordischen Ländern Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden.

Die Hansestadt Greifswald, gelegen zwischen den Urlaubsparadiesen Rügen und Usedom, hat viele Verbindungen zum Norden. Sie wurde von Dänen gegründet, war lange Zeit schwedisch und beherbergt eines der größten Uni-Institute für finnische und skandinavische Studien. Was dort einst als ein Studierendenfest anfing, etablierte sich über die letzten 30 Jahre zum international bekannten Kulturfestival für Musik, Kunst und Literatur aus den nordeuropäischen Ländern. Jährlich im Mai finden in Greifswald Konzerte, Ausstellungen, Theater- und Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen und Kinderprogramm statt. Die eingeladenen Künstler*innen kommen aus Finnland, Estland, Dänemark, Island, Norwegen und Schweden. So bietet sich ihnen die Möglichkeit, außerhalb ihrer Heimat bekannt zu werden. Im Vordergrund steht die Musik aus allen Genres.

Finnland übernimmt Schirmherrschaft

Dass Finnland die diesjährige Schirmherrschaft übernimmt, spiegelt sich auch in dem von der Grafikdesign-Studentin Taru Rantanen entworfen Plakat wider. Es zeigt ein tierisches Musiktrio: Ein Bär mit samischer Schamanentrommel, ein Saxofon spielender Schwan und ein Rentier an der Kantele, einer Brettzither mit tiefer Verwurzelung in der finnischen Mythologie. Auch die Tiere sind nicht zufällig gewählt. Der Singschwan ist der Nationalvogel und der Bär das Nationaltier Finnlands, deren beider Geschichten weit zurückreichen und neben dem Nationalepos Kalevala auch in Märchen oder Musikwerken zu finden sind. Das Rentier steht für Finnisch-Lappland, wo mehr von diesen Tieren leben als Menschen.

Wie viele andere Veranstaltungen muss auch der Nordische Klang sich der Corona-Situation anpassen. Während das Festival sonst alljährlich zehn Tage lang im Mai stattfand, wird es 2021 in eine digitale Phase im selben Monat sowie ein zwei-geteiltes Open-Air-Festival im Juli und August gesplittet. Viele großartige internationale Acts und Kulturangebote stehen auf dem Programm.

Digital und Open Air

Der finnische Akkordeonvirtuose ist für seine energetischen und furiosen Auftritte bekannt.

Ganz spektakulär der Finne Antti Paalanen:Er stampft. Er brüllt. Electrobeats pulsieren. Und dann legt sein Akkordeon los. Dieses rabiate Einmannorchester wiegelt die Folkmusik auf und haut das Publikum aus den Socken. Nicht weniger schrill und skurril sind seine Landsleute vom Folktronica-Act Suistamon Sähkö. Dieses Quartett liebt karelische Volksdichtung, Rap, groovende Samples und manische Moves. Bubbeli aus der finnischen Südsee bei Turku spielt mit seiner Band The Runeberg Orchestra eine Mischung aus Indie, Reggae und Soul. Die Single-Auskopplung „Mååhe“ seines gleichnamigen Debütalbums wurde 2019 zum finnlandschwedischen Song des Jahres gekürt. Die Sängerin Anna Murtola und der Gitarrist Joonas Widenius bilden die nördlichste Flamenco-Formation der Welt. Mitreißende Spannung entsteht, wenn durchdringender Gesang, treibender Rhythmus und virtuoses Saitenspiel aufeinandertreffen.  

Lässig und mit Reggae-Melodien besingt Indie-Musiker Bubbeli seine Heimat in den finnischen Schären.

Mit der Band von Sousou & Maher Cissoko wird einer der beliebtesten Weltmusik-Acts Schwedens erwartet. In ihrem Afro-Pop wird der Sound von der Kora und harmonischem Gesang getragen. Hamar, die norwegische Partnerstadt Greifswalds, wird von Folkmusikk-Sängerin Camilla Granlien vertreten. Gemeinsam mit den zwei einfühlsamen Jazzmusikern Alf Hulbækmo am Klavier und Jo Skaansar am Kontrabass lässt sie traditionelle Volkslieder in Jazzmusikalität erstrahlen. Ida Hvid, Helle Marstrand und Kristin Korb aus Kopenhagen bilden das einzige singende Bassistinnen-Trio der Welt namens Blonde Bass,daseine Mischung aus Swing-Hits, funky Originalnummern, und Acapella-Balladen bringt. Für musikalische Vielfalt sorgen Trio Wolski aus Malmö mit rasantem Folk und Titoks aus Tallinn mit flottem Gypsy Swing. Die kubanische Singer-Songwriterin und Gitarristin Rosa Cruz und ihr estnisches Trio strahlen pure musikalische Freude aus. Karmen Rõivassepp trat bereits mit Danmarks Radio Big Band und dem Aarhus Jazz Orchestra auf. Ihr Quartett interpretiert eigene Songkompositionen und klassische Jazzlieder im frischen Sound und mit unbeschwerter, charmanter Bühnenpräsenz. Die Jazzer Stefan Karl Schmid und Lars Duppler – beide haben isländische Mütter – erforschen in ihrem Projekt Rímur den Klang ihrer fernen Heimat auf der Basis traditioneller Volks- und Tanzlieder, deren Stoffe und Motive der Saga-Tradition entstammen. Poppig wird es mit dem Deutschland-Debut der Osloer Band Mall Girl.

Traditioneller schwedischer Folk regt das Publikum beim Trio Wolski zum Tanzen an.

Kammermusik hingegen ist mit dem Duo Vardøg aus Norwegen vertreten, das mit barocken Liedern über den Liebeswahnsinn zum 400. Jubiläumsjahr der Greifswalder Dichterin Sibylla Schwarz beitragen möchte. Ein weiteres Klassik-Highlight ist die finnischen Pianistin Terhi Dostal, Absolventin der renommierten Sibelius-Akademie, die zu Ehren des Komponisten und Meisterpianisten Ilmari Hannikainen (1892-1955) ein Radiokonzert spielen wird. Das Greifswalder Duo Jacoba Arehki (Sopran) und Johann Putensen (Klavier) gibt ein schwedisches Liederkonzert. Filme, Vorträge und Literatur runden das Programm ab.

Weitere Infos zum Festival gibt es online unter www.nordischerklang.de oder als News auch auf den Social-Media-Kanälen Facebook, Instagram, Twitter oder via Newsletter. Auf dem festivaleigenen Spotify-Kanal gibt es einen Vorgeschmack auf das Musikprogramm der diesjährigen Festivalausgabe.

Nähdään! Näeme! Vi ses! Sháumst!

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