NORR AUSZEIT Eisiger Höhepunkt

DIASHOW STARTEN

Hoch hinaus
auf den Halti

 

 

Die Landschaft ist menschenleer.

 

 

Im nordfinnischen Wildnisgebiet Käsivarsi liegt der Halti, der höchste Punkt des Landes.
Christian Kneise hat ihn bestiegen.

 

 

Ein Abenteuer zwischen atemberaubenden Nordlichtern und sehr, sehr frischen Toiletten…

Einsamkeit erleben:

Landleben in Schweden: Zurück zur Natur

Landleben in Schweden: Zurück zur Natur

Text: Gabriel Arthur & Foto: Nicklas Blom

Die Zahlen sind alarmierend. Immer mehr Dörfer und Landstriche im Norden von Schweden veröden. Gleichzeitig träumt eine wachsende Zahl von Städtern von einem einfachen Leben auf dem Land. NORR ist in die lappländische Einöde gereist, um naturbegeisterte Idealisten zu treffen, die den Kampf gegen die Bevölkerungsflucht aufgenommen haben.

1 Grundtjärn oder Machu Picchu?

Dass Pål Henriksson Tenhunen, der erste Siedler in Grundtjärn, sich um 1630 dort eine Hütte samt Rauchsauna baute, ist leicht zu erklären. Für ihn ging es ums Überleben. Mehrere kalte und regnerische Sommer hatten in Finnland zu einer Hungersnot geführt. Schweden wollte die weitläufigen Waldgebiete im Inneren Norrlands kolonisieren und überließ Leuten, die verzweifelt genug waren, um dort hinzugehen,gratis Grund und Boden. Schwendewirtschaft – die Praxis, Wald abzubrennen und in der Asche Roggen und Rüben anzubauen – war damals in Finnland verbreitet. Nach Schweden eingewanderte »Schwendefinnen« wurden sozusagen als Sturmtruppen ins Landesinnere geschickt. Pål Henriksson Tenhunen, seine in den Kirchenbüchern nicht namentlich erwähnte Frau und ihr gemeinsamer Sohn Påwel zogen von Örnsköldsvik sechzig Kilometer landeinwärts bis zu einem langgestreckten Waldsee, den sie Storsjön nannten, den »großen See«. Am nordöstlichen Ufer fanden sie ein hügeliges Gebiet, das regelmäßig von der Sonne beschienen wurde. Ringsum erhoben sich bewaldete Hügel, denen Grundtjärn seine geschützte Lage verdankte. In den Seen der Umgebung gab es Unmengen von Fischen. Bald ließ sich ein zweiter Schwendefinne in Grundtjärn nieder. Ein Dorf war geboren.

Nicht ganz so leicht ist es zu begreifen, warum Jonna Jinton im Sommer 2010 von Göteborg nach Grundtjärn umzog. Sie war damals 20 Jahre alt. In Göteborg hatte sie als Altenpflegerin  gearbeitet und darüber nachgedacht, Sozialarbeit zu studieren und eine …

AUF DEN
SPUREN DER SIEDLER

1. GRUNDTJÄRN

Dieses kleine Dorf liegt etwa 30 Kilometer östlich von Junsele. Rund die Hälfte der 20 vorhandenen Häuser wird von Rentnern bewohnt, die in Grundtjärn aufgewachsen sind. Jonna Jinton ist die einzige Einwohnerin unter 55 Jahren.

Der übrige Bestand an Immobilien wird nur noch als Ferienhäuser genutzt. Es gibt weder einen Campingplatz noch eine Jugendherberge, aber rund um den friedlichen Storsjön kann man sehr gut zelten. Mehr über Grundtjärn ist in Jonna Jintons Blog zu erfahren (Schwedisch).
Jonnajinton.se

 

2. GAFSELE

Gafsele ist ein lebendiges Dorf und liegt rund 20 Kilometer südlich von Åsele am Fluss Vindelälven.

Ein Viertel der Häuser ist in ausländischer Hand. Viele der neuen Einwohner sind wegen der guten Bedingungen für den Hundeschlittensport hierhergezogen. Im Gafsele Hostel kann man günstig übernachten. Einige Guides bieten Hundeschlittentouren für Touristen an wie z.B. der Anbieter »Freizeit mit Huskies«.

Gafsele.se
gafselehostel.se
freizeit-mit-huskies.de

 

3. SOLBERGET

Das Wildnisdorf Solberget liegt am Fuße des gleichnamigen Bergs in den Wäldern außerhalb von Nattavaara. Die Anlage ist mit einem Ökosiegel zertifiziert und bietet naturnahe Aufenthalte in rustikaler Umgebung an. Rentier- und Skiwanderungen durch den Wald sowie andere Aktivitäten können ebenfalls gebucht werden.
solberget.com

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