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Natur des Nordens

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Das Haus auf der einsamen Insel

Viel Blau umspült eine Insel aus purem Grün, auf der sich ein kleiner weißer Fleck empor hebt. Die isländische Insel Elliðaey im Vestmannaeyjar Archipel gilt eigentlich als unbewohnt. Doch was hat es mit dem Häuschen auf sich?

Seit dem Moment, als die ersten Bilder von Elliðaey im Internet auftauchten, existieren jede Menge Theorien über das mysteriöse Haus auf der einsamen Insel. So heißt es beispielsweise der damalige Premierminister von Island, Davíð Oddsson, habe die Insel der berühmten isländischen Sängerin Björk geschenkt, um ihr für den internationalen Ruhm zu danken. Andere wiederum vermuten, es handele sich um die Heimat eines exzentrischen Milliardärs oder eines religiösen Einsiedlers. Nichts von alledem entspricht allerdings der Wahrheit.

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Das Haus wurde im Jahr 1953 gebaut und dient seither als eine Art Unterstand bei der Jagd von Papageientauchern. Zudem verfügt es über eine Sauna, wird allerdings von niemandem bewohnt. Vor 300 Jahren lebten jedoch wirklich Menschen auf der Insel. Dabei handelte es sich um fünf Familien, die dort von der Viehzucht, Fischerei und der Jagd von Papageientauchern lebten. Sie verließen die Insel, da sie glaubten einen besseren Ort für die Jagd zu finden. Wie sich viele Jahre später herausstellte, lagen sie damit falsch. Elliðaey zählt noch heute zu einem der geeignetsten Orte, um eine Vielzahl an Papageintauchern zu finden, und so errichtete man dort die kleine Jagdhütte.

Zugang zum Haus haben nur Mitglieder des isländischen Jagdvereins, doch wer möchte, kann bei einer Bootstour auf der Hauptinsel Heimaey teilnehmen und von dort aus auch die einsame Insel erkunden.

Fotos: Christopher Lynn

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